Mittwoch, 7. Februar 2018

Das verlorene Buch von Montamar - Mari Ronberg




Buchcharaktere erwachen auf Montamar zum Leben.

Verlag: Coppenrath
Seitenanzahl: 592
Ausgabe (Preis): Gebraucht
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Nick hatte geahnt, dass die Reise nach Montamar unglaubliche Überraschungen bereithalten würde. Abenteuerliche Geschichten kursierten über die kleine Felseninsel mitten im Meer, auf der die verrücktesten Romanfiguren zusammen mit ihren Schöpfern lebten. Doch niemals hätte er damit gerechnet, in den Mittelpunkt einer finsteren Intrige zu geraten. Plötzlich weiß Nick nicht mehr, wer gut ist und wer böse, wer real ist oder nur eine Figur. Auf der Suche nach der Wahrheit, stößt er schon bald auf ein streng gehütetes Geheimnis ...

Die Geschichte begann interessant, allerdings auch sehr verhalten, sodass ich mir nicht sicher war, ob das Buch wirklich etwas für mich sein würde. 

Nachdem aber Nick mit seiner Schwester Tullia und seinem Vater auf Montamar angekommen ist und Nick in einen ersten Konflikt gerät und mehr über Montamar erfährt, begann das Interesse immer mehr zu wachsen. Bald passieren mysteriöse Dinge und es wird immer spannender, bis ich bald an den Seiten klebte und wissen wollte, wie alles miteinander zusammenhängt und wie es schließlich ausgeht. 

Die Charaktere waren sehr vielschichtig und haben mir gut gefallen. 

Nick ist mit seinen dreizehn Jahren schon sehr erwachsen. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass er mir zu kindisch wäre, aber dieser erste Eindruck hat sich schnell verflüchtigt und Nick wurde mir richtig sympathisch. Er steht für seine Freunde und seine Familie ein. Er ist bescheiden und entwickelt sich in diesem Buch weiter. 

Was ich am Anfang von Tullia, seine Schwester, halten sollte, wusste ich auch nicht, aber auch sie ist mir im Laufe des Buches immer sympathischer geworden. Sie ist ein sehr kluger Kopf und gar nicht überheblich, wie sie zunächst wirkt. 

Der Vater von den beiden spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Er ist Autor und macht im Buch eine Entwicklung mit wichtigem Ausgang durch, die mir aber etwas zu schnell und einfach ging. Trotzdem mochte ich die Botschaft dahinter sehr. Bei ihm fand ich es nur nervig, dass er WM genannt wurde, weil er Wilhelm Münsterbach heißt. 

Ein weiterer wichtiger Charakter ist Levin, den Nick gleich an seinem ersten Tag auf Montamar in einer brenzligen Situation kennenlernt, sodass sie sich anfreunden. Er ist ein lustiger Geselle und ich mochte ihn sehr. 

Aber auch die Nebencharaktere haben ihren Charme, so zum Beispiel die Strohhutdame, die immer mal wieder auftaucht und die mit interessanten, verrückten Wortschöpfungen um sich wirft und so das Besondere in die Geschichte bringt. 

Man merkt am Schreibstil deutlich, dass es ein Buch für jüngere Leser ist, aber dennoch mag ich die Art des Schreibens sehr gerne und fand es sehr mitreißend geschrieben. 

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Es ist leicht zu lesen, hat liebenswerte Charaktere und eine mitreißende Geschichte. 

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