Montag, 5. November 2018

Ein Monat voller Bücher | Monatsrückblick Oktober 2018

Der Oktober stand ganz im Zeichen des Buches, denn schließlich fand die Frankfurter Buchmesse statt, bei der ich das zweite Mal war. Heute möchte ich euch über Bücher, Filme und einem Hörbuch berichten, die mich durch den Oktober begleitet haben.

Wow, der Oktober war sehr lesereich für mich. Ich habe acht Bücher gelesen, so viele wie schon lange nicht mehr, und ich freue mich sehr darüber, weil es auch einen SuB-Abbau bedeutet. Dazu bin ich auch sehr zufrieden, was für Bücher ich gelesen habe. Ich hatte nur ein Buch dabei, das mich enttäuscht hat, alle anderen konnten mich von sich überzeugen.

1) Mystic City 3 Schatten der Macht - Theo Lawrence
2) Broken Wide Gefährliche Freiheit - Susan Kaye Quinn
3) Changers Kim - T. Cooper & Allison Glock
4) Drei Wünsche hast du frei - Jackson Pearce
5) Tankstellenchips - Antonia Michaelis
6) Wie Eulen in der Nacht - Maggie Stiefvater
7) Die Fischerkinder Das verbotene Buch - Melissa C. Feurer
8) Mein Leben voll ungesagter Worte - Marnie Schaefers


Broken Wide Gefährliche Freiheit, Susan Kaye Quinn: Der Abschluss dieser Reihe konnte mich genauso begeistern wie die Bände davor. Es gibt auch in diesem insgesamt sechsten Band der Reihe um Gedankenleser noch neue Enthüllungen und es ist sehr spannend und ließ mich mitfiebern. Absolut zu empfehlen!

Drei Wünsche hast du frei, Jackson Pearce: Nachdem ich das Buch bei einem Top Ten Thursday vorgestellt habe, hatte ich Lust, das Buch zu rereaden. Das habe ich auch getan und hatte - genauso wie beim Lesen vor einigen Jahren - wieder sehr viel Spaß beim Lesen. Mir war noch einiges präsent, was aber für das Buch spricht. Einiges durfte ich auch wieder entdecken. Für mich ist es nach wie vor das beste Dschinnbuch, das ich bisher gelesen habe.

Tankstellenchips, Antonia Michaelis: Bei diesem Buch lässt Antonia Michaelis die Protagonisten auf einen Roadtrip quer durch Deutschland gehen und nimmt dabei die Deutschen auf die Schippe. Ich fand es äußerst unterhaltsam und habe die Charaktere in mein Herz geschlossen. Was man wissen sollte: Beide Protagonisten sprechen kein fließendes Deutsch, sodass man damit rechnen muss, bei den Dialogen gebrochenes Deutsch zu lesen. Wenn man darüber hinwegsehen kann, dann ist es ein grandioses Buch über ein wichtiges Thema.


Wie Eulen in der Nacht, Maggie Stiefvater: Wie habe ich mich gefreut, als ich das Buch vorab auf der Buchmesse ergattern konnte. Ich liebe Maggie Stiefvaters Geschichten. Sie sind sehr speziell, aber besonders und mich kann sie mit ihren Geschichten begeistern. Hier geht es um Wunder und das auf eine sehr besondere Art.

Mein Leben voller ungesagter Worte, Marnie Schaefers: In diesem Buch leidet die Protagonistin an Sozialer Phobie, das heißt, sie ist mehr als schüchtern. Sie überlegt fünf Mal, bevor sie etwas tut, selbst ihrer Familie gegenüber. Ich fand das Thema spannend und sehr gut umgesetzt. Daneben darf auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Es ist eine sehr besondere, liebevolle, reale Geschichte, die so echt und berührend ist.


Mystic City 3 Schatten der Macht, Theo Lawrence: Erneut habe ich eine Weile gebraucht, um mich wieder mit der Geschichte anzufreunden. Und an einigen Stellen hat mich Aria genervt, aber insgesamt hatte ich Spaß beim Lesen und wer die Reihe mag, wird auch mit dem Abschluss seine Freude haben.

Die Fischerkinder Das verbotene Buch, Melissa C. Feurer: Das Buch spielt in Europa in der Zukunft und ich war schockiert von den Verhältnissen dort, gerade die große Kluft zwischen Arm und Reich, finde es aber auch sehr realistisch dargestellt. Die Charaktere sind tragend für die Geschichte, die zum Nachdenken anregt.


Changers Kim, T. Cooper & Allison Glock: Leider konnte mich der dritte Band von Changers nicht überzeugen. Schon beim ersten und zweiten Band stand ich der Reihe kritisch gegenüber. Jetzt war ich einfach nur genervt von Kim. Es ist eine Körpertauschgeschichte und Ethan wechselt jedes Jahr den Körper. Dieses Mal ist er Kim und Kim ist ein Mädchen. Ich finde es allerdings nach wie vor schwierig, mir Ethan als Mädchen vorzustellen. Für mich ist er ein Junge. Der vierte Band wartet bereits hier und ich bin gespannt, wie es enden wird. Ich ahne allerdings schon, wie es ausgehen könnte, und hoffe, überrascht zu werden.

Im Oktober konnte ich meinen SuB senken und habe es jetzt geschafft, eine vier vorne zu schreiben. Jetzt kann ich auch schon mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass ich am Ende des Jahres einen kleineren SuB haben werde als zu Beginn, was mich sehr freut.

Meine SuB-Statistik:

Stand Anfang Oktober 2018: 50
Neuzugänge: 4
Gelesen: 7 vom SuB, 1 Re-read
Abgebrochen / Aussortiert: 0
Stand Ende Oktober 2018: 47


Conny & Co ist ein netter Familienfilm. Conni wird von Emma Schweiger gespielt. Ich fand den Film ganz okay, muss ihn aber auch nicht noch einmal schauen und finde auch, dass die Protagonistin genauso gut einen anderen Namen hätte tragen können, weil sie nicht viel mit Conni gemeinsam hatte. Schlecht war der Film aber nicht, sodass ich ihn auch empfehlen kann, wenn man mal einen leichteren Film schauen möchte.

Wir sind die Millers hat mir gefallen. Neben Jennifer Aniston spielen Emma Roberts, Will Poulter und Jason Sudeikis eine Rolle. Es geht grob gesagt darum, dass ein Drogendealer einen Auftrag bekommt, Drogen über die Grenze von Mexiko in die USA zu schmuggeln. Um nicht so sehr aufzufallen, legt er sich eine Scheinfamilie zu, bestehend aus einer Stripperin, einem Straßenkind und einem naiven Jungen. Es ist ein sehr unterhaltsamer Film, der auch schöne Momente hat.


Hörbuch "Die Spur der Bücher" von Kai Meyer


Erneut habe ich ein Hörbuch gehört. Dieses Mal war es lediglich ein Auffrischen meiner Erinnerungen, weil ich das Buch schon mal gelesen habe. Es hat mir allerdings sehr viel Freude bereitet und schon Die Seiten der Welt habe ich beim zweiten Mal als Hörbuch genossen. Gelesen wird die gesamte Reihe von Simon Jäger, der eine sehr angenehme Stimme hat. Mir gefällt seine Art, die Geschichte vorzulesen. Wer also gerne Hörbücher hört, dem kann ich Die Seiten der Welt und dieses Spin-off nur empfehlen.


Frankfurt und die Buchmesse

Ich war zum zweiten Mal auf der Frankfurter Buchmesse. Zusammen mit meiner Schwester bin ich ein paar Tage vorher angereist, habe Frankfurt besichtigt und bin am Samstag und Sonntag durch die Messehallen gestreift, wo wir Signaturen bekommen und Lesungen gelauscht haben. Anschließend haben wir noch den Montag in Frankfurt verbracht und am Dienstag schließlich wieder abgereist. Einen genaueren Bericht zu meinem Buchmesseaufenthalt könnt ihr gerne *hier* nachlesen.


Das war mein Oktober. Lasst mich gerne wissen, was ihr so erlebt hat. Ich wünsche euch einen wunderschönen, herbstlichen November!

Samstag, 3. November 2018

Die Fischerkinder Das verbotene Buch - Melissa C. Feurer



Eine düstere Geschichte in der Zukunft.

Seitenanzahl: 439
Ausgabe (Preis): Hardcover ( 16,95 €); Taschenbuch (16,00 €); E-Book (3,99 €)
Erster Band
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Thalia

Homepage der Autorin
Ich bedanke mich bei der Autorin, Melissa C. Feurer, für das Rezensionsexemplar!


Nordeuropa, 2133. Mit ihrer Familie lebt die 17-jährige Mira in einem kleinen, streng autoritär geführten Staat. Als Tochter eines hohen Beamten ist sie privilegiert und hat eine gesicherte Zukunft im Blick. Da fällt ihr ein verbotenes Buch in die Hände, das von einem Wanderprediger aus längst vergangenen Tagen erzählt und sie einfach nicht mehr loslässt. Bald bekommt sie Kontakt zu den Fischerkindern, einer geheimen Untergrundorganisation…

Die Geschichte spielt in Europa in der Zukunft. In dieser Welt gelten eine Reihe von Regeln, angefangen bei der Länge der Haare über Rationskarten, mit denen man sich unter anderem Lebensmittel leisten kann, bis hin zu einer Ausgangssperre. Und in diesem Staat lebt Mira mit ihren Eltern.

Die Geschichte beginnt damit, dass Mira ein Buch zurück in eine Buchhandlung bringt und sich ein neues Buch aussuchen möchte, und sie entscheidet sich für eines, das eigentlich nicht zum Ausleihen zur Verfügung steht: Ein in ihrem Staat verbotenes Buch, in dem es um Jesus und Gott geht, ein Thema, das in ihrer Welt ein Tabuthema ist. Die Handlung ist somit christlich geprägt. Es geht in diesem Zusammenhang vor allem um Religionsfreiheit und deren Unterdrückung. Daneben geht es aber generell um die Kluft zwischen Arm und Reich.

Die Geschichte ist sehr geradlinig. So habe ich eine Wendung am Ende schon, bevor sie aufgedeckt wurde, geahnt, allerdings geht es auch nicht unbedingt um Spannung und aufzudeckende Rätsel, sondern darum, wie diese Gesellschaft lebt, wie weit der Spalt zwischen Arm und Reich klafft, welche Opfer gebracht werden, damit Familien wie Miras so gut leben können wie sie es tun. Es ist sehr schockierend zu beobachten, wie wichtig es ist, aus welchem Viertel des Staates man kommt, ob man Vorteile und Privilegien genießen kann oder ob man um jede Essensmarke kämpfen muss, gerade, weil es auch sehr realistisch ist und somit auch nachdenklich macht.

Die Charaktere sind tragend für diese Geschichte. Mira als Protagonistin ist eine sehr starke Persönlichkeit. Ihre Entwicklung in dem Buch hat mir gut gefallen. Zu Anfang ist sie von dem System ihres Staates überzeugt, aber im Laufe der Geschichte ändert sich ihre Sicht nach und nach. Manchmal konnte ich ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen und wäre eher den Weg von ihrer Freundin Vera gegangen.

Veras Familie steht zwar auch auf der Seite der Reichen, ist aber in der Gesellschaft verpönt. Ihr Bruder, Filip, arbeitet hart, um das Ansehen seiner Familie wieder ins rechte Licht zu rücken. Mir haben die beiden Geschwister sehr gefallen. Vera ist zwar ängstlich, tut aber das, was sie als das Beste für ihre Familie ansieht, was ich gut nachvollziehen kann. Zu ihrem Bruder, Filip, möchte ich gar nicht so viel verraten, aber auch seine Rolle ist eine besondere. Auch die anderen Charaktere haben ihre eigenen Geschichten und ihre eigenen Beweggründe und einige sind mir ans Herz gewachsen. 

Der Schreibstil ist sehr bildhaft und detailliert, wodurch die Geschichte zwar langsamer, aber intensiver erzählt wird, was mir sehr gefallen hat.

Das Ende ist recht offen, verspricht aber eine spannende Handlung, denn es wird schon darauf hingewiesen, in welche Richtung es gehen wird.

Die Fischerkinder Das verbotene Buch erzählt eine berührende Geschichte, die zum Nachdenken anregt, getragen von liebevoll gestalteten Charakteren und einem bildhaften Schreibstil.

Donnerstag, 1. November 2018

Bücher, die noch nie dabei waren | Top Ten Thursday #22


Die Aktion "Top Ten Thursday" findet jeden Donnerstag bei Aleshanee von Weltenwanderer statt. Es geht darum, eine Top Ten Liste zu einem bestimmten Thema zusammenzustellen. Heute gibt es bei Aleshanee den Beitrag hier und das Thema lautet: "Zeige 10 Bücher, die du beim TTT noch nie vorgestellt hast".

Für dieses Thema habe ich - mit der Unterstützung meiner Schwester - erst einmal alle Bücher aufgelistet, die ich schon einmal bei einem TTT vorgestellt habe. Und das waren bis zu meiner 21. Teilnahme von vor zwei Wochen 147 Bücher. Und dann habe ich überlegt, welche Bücher es verdient hätten, genannt zu werden, und bin auf mindestens zwanzig gekommen. Und zehn davon seht ihr jetzt:





Das Juwel Die Gabe von Amy Ewing: Die gesamte Reihe fand ich großartig, insbesondere auch den ersten Band. Das wunderschöne Äußere täuscht über den brutaleren Inhalt hinweg. Ich war begeistert.

Die Buchspringer von Mechthild Gläser: Der Titel ist hier Programm, denn die Protagonistin springt in die Bücher und erlebt dort so allerhand. Mir hat es sehr gefallen, dass mir die Bücher auch was gesagt haben und ich die Geschichten kannte. Dadurch wurde das Ganze noch greifbarer.

Maybe Someday von Colleen Hoover: Eines meiner Lieblingsbücher von Colleen Hoover, bei der sich alles um Musik dreht. Und die Liebesgeschichte ist eine ganz besondere, typisch Colleen Hoover eben.

Feuer & Flut von Victoria Scott: Viele haben gesagt, die Geschichte ist eine Mischung aus Die Tribute von Panem und Pokémon, aber das Buch hat auch etwas ganz Eigenes und konnte mich begeistern. Einziger bitterer Beigeschmack: Der dritte Band ist nie erschienen, sodass der zweite ein sehr offenes Ende hat. Trotzdem mochte ich diese Bücher sehr.

Incarceron Fliehen heißt Sterben von Catherine Fisher: Dieses Buch ist sehr besonders, dadurch aber auch eigen. Es spielt in einem speziellen Gefängnis und bietet wundervolle Fantasy. Ich kann es nur empfehlen und hätte selber mal Lust, es erneut zu lesen.

Tankstellenchips von Antonia Michaelis: Gerade erst gelesen muss ich dieses Buch schon in den TTT mit aufnehmen, denn es konnte mich begeistern. Dieser Humor war so genial und die Sichtweise auf Deutsche ist sehr unterhaltsam und an manchen Stellen so wahr. Wirklich zu empfehlen!

Das Lied der Krähen von Leigh Bardugo: Dieses Buch spielt in der Welt von Grischa, das mich sehr begeistern konnte. Es ist eine besondere Geschichte und gerade die Charaktere sind wundervoll. Ich werde es bald erneut lesen, einfach weil ich Lust darauf habe und mit frischer Erinnerung in den zweiten Band starten möchte.

Ein Meer aus Tinte und Gold von Traci Chee: Piraten, Bücher und Geheimnisse. Mehr muss man nicht wissen, um in das Buch zu starten. Und es ist daneben nicht nur lesens-, sondern auch erlebenswert, denn die Gestaltung des Buches ist einzigartig und bietet einige Rätsel.

Purpurmond von Heike Eva Schmidt: Eine Zeitreisegeschichte der besonderen Art, nämlich durch einen Halsreif, auf dem ein Fluch lastet und der sich immer enger zieht.

Wolkenschloss von Kerstin Gier: Dieses Buch passt perfekt in die Weihnachts- und Silvesterzeit und ist ein absolutes Wohlfühlbuch voller Kerstin Gier-Humor und toller Charaktere.