Montag, 15. Januar 2018

Kai & Annabell Von dir verzaubert - Veronika Mauel




"Prinzessin" trifft auf Bad Boy.

Verlag: Impress
Seitenanzahl: 224
Ausgabe (Preis): Taschenbuch (12,99 €); E-Book (3,99 €)
Reihe: 1 von 2
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**Verliebt und verloren**
Sie gehen schon seit Jahren auf dieselbe Schule und haben noch nie miteinander gesprochen: Annabell, die behütete Arzttochter, und Kai, der jede Nacht mit seiner Gang um die Häuser zieht. Doch was sie voneinander trennt, ist letztendlich, was sie verbindet. Während Annabell ihre wahre Familiengeschichte hinter einer Sonnenbrille versteckt, verbirgt Kai sein Leben hinter einem abgewetzten Punk-Look und einer Null-Bock-Einstellung. Dass ihn gerade die blonde Schulschönheit um Hilfe bitten würde, hätte er sich niemals träumen lassen. So wenig wie Annabell jemals geglaubt hätte, dass sie gerade beim Bad Boy der Stadt Zuflucht finden würde. Wie sehr sie einander brauchen, merken sie jedoch erst, als sich die ganze Welt gegen sie stellt…

Ich habe das Buch über eine Leseprobe im Impress Magazin entdeckt. Die Leseprobe hat mich damals sehr angesprochen und so musste das Buch bei mir einziehen. Letztendlich hat es ein Jahr gedauert, bis ich nach dem Buch gegriffen habe, und eventuell war das zu lange, denn als ich das Buch begonnen habe, habe ich mich gefragt, was mir damals an der Leseprobe so gut gefallen hat. Hätte ich die Leseprobe jetzt gelesen, hätte mich das Buch nicht von sich überzeugt.

Allerdings wollte ich dem Buch eine Chance geben.

Mit der Konstellation Reiches Mädchen – Armer Junge erfindet die Autorin das Rad nicht neu, was nicht schlimm ist, aber leider hat mir dieses bekannte Konzept in dieser Umsetzung nicht gefallen.

Beide Charaktere sind das Klischee pur. Annabells Vater ist Arzt, ihre Mutter ständig nur bei Friseur- und Maniküreterminen. Annabell ist blond, reich und beliebt. Ansehen ist in ihrer Welt das wichtigste, egal, um welchen Preis.

Kai ist das genaue Gegenteil. Er ist der düstere Typ, kommt aus einem desolaten Haushalt, fährt Motorrad, ist in einer Clique und lebt in Armut.

Hauptthema dieses Buches ist häusliche Gewalt und so treffen sich die beiden, als Annabell eines Morgens an der Bushaltestelle steht und zuvor von ihrem Vater geschlagen wurde. Kai wird darauf aufmerksam.

Ich frage mich an dieser Stelle nur, warum er erst jetzt auf sie aufmerksam wird. Es kann ja nicht das erste Mal sein, dass sie früher zur Bushaltestelle geht, mit einer Blessur, denn Annabell wurde schon des Öfteren von ihrem Vater misshandelt.

Das ist aber nicht die einzige Frage, die ich mir stelle. Mir hat der Grund gefehlt, warum Annabells Vater so aggressiv ist und sie schlägt. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, beispielsweise in Form von Geschehnissen aus der Vergangenheit von Annabells Vater, um einen Grund zu wissen, warum er so handelt.

Ich finde es außerdem übertrieben, dass Annabell, obwohl sie immer wieder sagt, dass sie viel für die Schule gelernt hat, trotzdem in jedem Fach schlechte Noten bekommt. Das fängt mit Englisch an und hört bei Mathe nicht auf. Es wirkte sehr künstlich, dass sie in keinem der Fächer gut ist, obwohl sie lernt, als wäre krampfhaft nach einem Grund gesucht worden, warum der Vater wütend wird und auf sie losgeht.

Der Schreibstil war sehr einfach gestrickt und ließ mich schnell durch die Seiten kommen, hat mir an einigen Stellen aber leider nicht zugesagt. Die Kluft zwischen Annabell und Kai soll wohl auch dadurch vermittelt werden, dass Kai eine vulgäre Sprache an den Tag legt. Ich hätte mir eine etwas weniger vulgäre Sprache gewünscht. Es gäbe neben den genutzten Worten einige Möglichkeiten, wie Kai sich hätte ausdrücken können, zumal er gegenüber Annabell auch nur selten solche vulgären Worte nutzt, sondern hauptsächlich, wenn er einen kleinen Teil der Geschichte aus seiner Sicht erzählt. (Statt „verpissen“ (Ich verpisse mich), hätte er sagen können „Ich verschwinde“, „Ich hau ab“…)

Die Geschichte erfährt der Leser aus der Sicht von beiden, allerdings hat Annabell einen größeren Anteil. Kai äußert sich nur am Ende eines Kapitels mal, selten hat er größere Parts.

Die Wendung am Ende war vorhersehbar, weil es ein bekanntes Konzept ist. Mich bringt es leider nicht zum Weiterlesen, gerade, weil ich Rezensionen zum zweiten Band gelesen habe, bei der mir der weitere Verlauf wohl nicht zusagen würde.

Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Die Charaktere waren mir zu klischeebehaftet und es fehlte mir die Tiefe.

Kommentare:

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    1. Thank you very much. :)
      But I'm sorry. I do not understand Italian.

      Best regards,
      Marina

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