Mittwoch, 1. November 2017

Die Hüterin Midgards - Ivo Pala




Der erste Band der Elbenthal-Saga

Verlag: Sauerländer
Seitenanzahl: 383
Ausgabe (Preis): Hardcover (1,99 €); E-Book (9,99 €)
Reihe: 1 von 3
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Magisch, düster, fesselnd: Der Auftakt zu einer atemberaubenden Fantasy-Saga. 
In der Nacht vor ihrem 17. Geburtstag gerät Svenyas Welt aus den Fugen. Sie wird von einem Wolf durch Dresden gejagt und schließlich von drei unheimlichen, seltsam anmutenden Gestalten in den Untergrund entführt. Was Svenya dort entdeckt, sprengt jede Vorstellungskraft: Mitten in Dresden, unter dem Fundament des Residenzschlosses, liegt die letzte Bastion der Lichtelben und das Tor zur Menschenwelt – Burg Elbenthal. Ihre Bewohner leben in tödlicher Bedrohung, denn der Schwarze Prinz der Dunkelelben rückt unaufhaltsam näher. Svenya ist die letzte Hoffnung – denn sie ist die Auserwählte, die Hüterin Midgards...

Das Buch begann sehr spannend. Svenya arbeitet in einem heruntergekommenen Lokal und lebt auf der Straße. Als sie gerade den Müll rausbringt, hört sie Wolfsgeheul und bald darauf rennt sie um ihr Leben. Nach einer Verfolgungsjagd gerät Svenya zu den Elben und erfährt, dass sie eine Prinzessin ist, was sie ihnen zuerst nicht abnimmt, doch dann muss sie erkennen, dass es der Wahrheit entspricht und dass sie dazu bestimmt ist, die Menschheit und die Elben zu retten. Toll fand ich es, dass das Buch in und unter Dresden spielt und in diese realistische Welt Fantasie gemischt wird.

Leider plätscherte das Buch nach diesem rasanten, interessanten Anfang vor sich hin und zog sich in die Länge. 

Schade fand ich auch, dass bis auf einige wenige Anspielungen die nordische Mythologie kaum zur Sprache kam, dabei hätte ich mir das mehr gewünscht und auch damit gerechnet.

Svenya wurde mir im Laufe des Buches immer unsympathischer. Anfangs mochte ich sie. Ihre Reaktionen waren realistisch und sie hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Leider war der so stark ausgeprägt, dass ständig darauf herumgehackt wurde, was sie mir immer unsympathischer machte. Auf der anderen Seite verhält sie sich manchmal aber überhaupt nicht gerecht. Das näher zu beschreiben, würde vermutlich spoilern, aber einige ihrer Handlungen waren aufgrund dieses starken Gerechtigkeitssinns nicht nachvollziehbar.

Auch andere Charaktere entwickelten sich in einer Weise, die ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte.

Es gab zudem eine erzwungene Dreiecksgeschichte, die sich zu einer Liebesgeschichte entwickelte, die mir gar nicht zusagte. Das Paar passte für mich überhaupt nicht zusammen und es gab auch keine großen Gefühle. Man merkte es den Charakteren gar nicht an. Stattdessen wurde es dem einen von anderen Charakteren erzählt – vielleicht, damit der Leser auch verstehen kann, dass das eine Liebesgeschichte sein soll.

Der Schreibstil gefiel mir gut, allerdings war ich ein wenig genervt von den Dialogen. Oft wechselt der Sprecher sehr schnell hintereinander, weil einer was erklärt und der andere immer nur ein Wort nachfragt. Auch gab es gen Ende ein unangemessenes, ausfallendes Wort, das überhaupt nicht in den Kontext, die Geschichte und zu dem Sprecher passte, was mich sehr störte.

Die Hüterin Midgards begann spannend, entwickelte sich dann aber meiner Meinung nach stark zur negativen Seite. 

Kommentare:

  1. Huhu Marina,

    schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat. Ich war auf deine Meinung ja gespannt, weil ich nordische Mythologie gerne mag. Aber so wie das klingt, hätte ich auch keine Freude daran. Schade. :/

    LG Alica

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    1. Hallo Alica, :)
      ich war leider auch sehr enttäuscht vom weiteren Verlauf nach diesem starken Beginn, aber es hat mir einfach nicht zugesagt. :(

      Liebe Grüße
      Marina

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  2. Hm, solche Enttäuschungen sind immer schade.

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    1. Das stimmt und besonders nach einem starken Anfang. :/

      Liebe Grüße
      Marina

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