Dienstag, 5. Januar 2021

Nordlichtglanz und Rentierglück - Ana Woods




Eine winterliche Geschichte für die kalte Jahreszeit.

Verlag: Impress Verlag
Seitenanzahl: 254
Ausgabe (Preis): Taschenbuch(12,99 €); E-Book (2,99 €)
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**Herzklopfen auf einer Rentierfarm in Lappland**
It-Girl Zoey fühlt sich wie im falschen Film: Sie muss tatsächlich ihre Heimat New York verlassen, um im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms nach Lappland zu ziehen. Fortgerissen von ihrem bisherigen Luxusalltag sieht sie sich gezwungen, ihr Leben bei ihrer neuen Familie auf einer urigen Rentierfarm zu akzeptieren. Im Gegensatz zur Stadt, die niemals schläft, wirkt das verschneite Finnland wie in einem ewigen Winterschlaf. Wäre da nicht der taffe Shane, der sie ständig auf die Palme bringt und bei dem sie trotzdem jedes Mal Herzklopfen bekommt, wenn ihr Blick seine bernsteinfarbenen Augen trifft. Doch als Zoey plötzlich von ihrer Vergangenheit eingeholt und alles bedroht wird, was ihr etwas bedeutet, ist Shane der Einzige, auf den sie sich verlassen kann… 

Bücher mit Zeugenschutzprogramm habe ich nun schon ein paar gelesen, aber ich finde das Thema spannend und es bietet viel Potenzial, daher habe ich mich sehr auf diese weihnachtliche Version gefreut.

Das Setting in Finnland ist auch wirklich schön und Nordlichter bekommt man auch zu sehen. So hat mir das winterliche Gefühl sehr gut gefallen.

Das sind aber leider schon die einzigen positiven Punkte, denn mit den Charakteren bin ich gar nicht warm geworden, weil sie nach meinem Geschmack zu flach geblieben sind. Es gibt kaum Hintergründe, keine Vorlieben, keinen Bezug. Das hat auch viel damit zu tun, dass die Geschichte sehr viele Zeitsprünge macht. Dadurch geht auch Zoeys Entwicklung  zu schnell. Es ist von vornherein klar, dass es eine geben wird, aber dass sie gefühlt von einer auf die andere Seite erfolgt, war zu rasant.  

Die Zeitsprünge bringen noch ein weiteres Problem mit sich: Man lernt nicht nur Zoey nicht richtig kennen, sondern auch nicht ihre Gastfamilie, bei der sie unterkommt. Die Gasteltern sind kaum aufgetaucht. Und da wirkt es etwas befremdlich, dass Zoey nach kürzester Zeit am liebsten nie wieder weg will.

Am meisten bekommt man über Shane mit, weil die Liebesgeschichte von Zoey und ihm im Vordergrund steht. Aber auch mit Shane bin ich nicht wirklich warm geworden, auch wenn er sympathisch wirkte. Aber leider blieb er - wie alle Charaktere - sehr unnahbar. Zoey fängt zudem ständig an, von ihm zu schwärmen, was mir doch etwas zu viel des Guten war.

Das Ende konnte ich teils vorhersehen. Es war nichts besonderes und hat mich enttäuscht.

Leider hat mich diese winterliche Geschichte nicht im Gesamten überzeugen können. Es hatte eine interessante Idee und gute Ansätze, aber blieb - besonders bei den Charakteren - hinter den Erwartungen zurück.

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