Samstag, 3. Februar 2018

Bücherstadt Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Akram El-Bahay




Ein mystischer Auftakt.

Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 365
Ausgabe (Preis): Broschur (14,00 €); E-Book (10,99 €)
Reihe: 1 von 3
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Sam ist ein Dieb – aber mit einer List gelingt es ihm trotzdem, in die Palastwache von Mythia aufgenommen zu werden. Er träumt von einem neuen Leben, von großen Aufgaben. Vielleicht wird er gar als Wache des Weißen Königs eingesetzt? Doch statt des Königs soll er nur alte, staubige Bücher bewachen, in der riesigen Bibliothek unterhalb der Stadt. Wie langweilig! Sam kann nicht mal lesen. Bald jedoch erfährt er am eigenen Leib, dass die hallenden Bücherschluchten ebenso gefährliche wie fantastische Geheimnisse bergen …

Das Buch startet direkt mit einem Diebstahl von Sam, seinem letzten geplanten, denn er möchte etwas Ehrliches machen und für den Weißen König arbeiten. Dass er in der Bibliothek eingestellt wird und Wächter über Bücher werden soll, hat er sich so nicht vorgestellt, aber der Beruf scheint gefährlicher zu sein, als er anfangs denkt, denn eines Nachts sind seltsame Gestalten in der Bibliothek und er wird angegriffen von geflügelten Frauen.

Ab da geht das Abenteuer und Sams Reise erst so richtig los. Es tauchen viele Geschöpfe auf, die direkt aus 1001 Nacht stammen könnten und es wird magisch und mystisch. Irgendwann wurde es mir aber etwas zu viel. Es wurden immer mehr Geschöpfe und immer mehr Mysterien, sodass ich am Ende nur noch schwer durchgeblickt habe.

Daneben fand ich es aber toll, dass Bücher eine Rolle spielen. Letztendlich stehen sie zwar nicht unbedingt im Vordergrund, aber immer wieder begegnet man dem Wunder des Buches und der Geschichten, was mir sehr gefallen hat. Außerdem werden einige Geschichten erzählt, die aus 1001 Nacht stammen könnten, was ein besonderes Flair hervorgerufen hat.

Sam als Protagonist gefiel mir sehr. Er entstammt einer Familie aus Dieben und ist sehr fingerfertig und talentiert als Dieb, aber er möchte mehr aus seinem Leben machen, weil er mitbekommen hat, wie schnell sich so ein Leben wie er es führt ins Negative wandeln könnte.

Der Schreibstil war wundervoll und gewährte mir einen magischen Einblick in diese besondere Welt mit den verschiedensten Geschöpfen.

Die Auflösung am Ende war in einigen Punkten leider keine Überraschung für mich. Im Laufe des Buches wurde eine Sache so oft erwähnt, dass ich die Lösung schon wusste und tatsächlich davon ausging, dass es auch für die Protagonisten klar wäre, aber das war nicht der Fall. Sie waren am Ende tatsächlich überrascht. Ansonsten macht das Ende aber Lust auf die Fortsetzungen, die im September 2018 und 2019 erscheinen sollen.

Mit Bücherstadt bekommt der Leser ein mystisches Abenteuer mit einer Vielzahl von magischen Geschöpfen, das ich nur weiterempfehlen kann.

Mittwoch, 31. Januar 2018

Ein paar wenige sind es dann doch geworden | Neuzugänge Januar 2018

Lange Zeit sah es so aus, als hätte ich gar keine neuen Bücher in diesem Monat vorzustellen, aber so ganz ohne geht es dann auch nicht. Insgesamt sind zwei Bücher bei mir eingezogen, die ich euch jetzt kurz zeigen möchte.





Nicht mein Märchen von E.M. Tippetts

Inhalt:
Stellt euch vor, Robert Pattinson taucht an eurer Haustür auf und will euch mit Eiscreme füttern, aber ihr hattet nie Interesse daran, die Twilight-Filme zu sehen. Eure Mitbewohnerin und jede andere Frau in der Nachbarschaft werden fast ohnmächtig, aber irgendwie fühlt ihr euch zu dem Typen einfach nicht hingezogen. So ähnlich ergeht es auch Chloe Winters. Gezeichnet von einer schweren Kindheit war sie gezwungen ihr Leben sehr pragmatisch anzugehen, sie schlägt sich als Studentin in Albuquerque durch und gehört nicht zu den Leuten, die an Märchen glauben. Eines Tages aber kommt Hollywood-Superstar Jason Vanderholt zurück in seine Heimatstadt Albuquerque, um dort einen Film zu drehen. Er entschließt sich, bei den Statisten vorbeizuschauen, zu denen auch Chloe gehört. Die sieht in dem Schauspieler, der bei jeder anderen Frau die Knie weich werden lässt, aber nicht gerade ihren Traummann. Sie nimmt nur einen Typen mit einem seltsamen Job und eigener Entourage wahr, der sie zweifellos in fünf Minuten wieder vergessen haben wird. Aber Jason sieht in ihr mehr als nur ein weiteres hübsches Gesicht. Chloe kommt ihm bekannt vor und er hat eine Menge Fragen an sie, die sie lieber nicht beantworten möchte. Diese ganze Geschichte ist einfach nicht ihr Märchen.
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Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar bekommen und ich bin auch schon dabei, es zu lesen. Der Klappentext hat mich angesprochen, weil er eine unterhaltsame Geschichte verspricht. In meiner Rezension gibt es dann meine Meinung zu dem Buch.





Angelfall Am Ende der Welt von Susan Ee

Inhalt vom ersten Band:
Die Engel sind auf die Erde gekommen, doch sie haben nicht Frieden und Freude, sondern Elend und Zerstörung mit sich gebracht: Weltweit liegen die Städte in Trümmern, und die Menschen trauen sich vor Angst kaum noch auf die Straße. Als eine Gruppe Engel die kleine Schwester der toughen und furchtlosen Penryn entführt, haben sie sich jedoch mit der Falschen angelegt. Penryn zieht los zum Hauptquartier der Engel, um ihre Schwester zu befreien. Aber dafür braucht sie Hilfe - und die kommt ausgerechnet von Raffe, einem flügellosen Engel...
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Im Januar ist der dritte und letzte Band von der Angelfall-Trilogie erschienen. Den ersten Band fand ich klasse und den zweiten habe ich zu Geburtstag geschenkt bekommen, so musste ich jetzt auch den dritten bei mir einziehen lassen, damit ich die Reihe dann schnellstmöglich lesen kann.



Habt ihr eines der Bücher gelesen? Lasst mir gerne eure Meinungen da! ツ

Montag, 29. Januar 2018

Wunder (Filmreview)



Wunder wurde verfilmt und ich war mit meiner Schwester im Kino, um ihn anzuschauen.

Laufzeit: 1 Stunde 51 Minuten
Im Kino gesehen
Buch: Gelesen
Reihe: /
Altersfreigabe: Ab 0 Jahre
Quelle




August Pullman (Jacob Tremblay), der von allen „Auggie“ genannt wird, ist humorvoll, schlau und liebenswert, hat eine tolle Familie und ist dennoch seit seiner Geburt ein Außenseiter. Denn er hat aufgrund eines Gendefektes ein stark entstelltes Gesicht, das es unmöglich erscheinen lässt, dass er auf eine reguläre Schule geht. Stattdessen wird er zu Hause von seiner Mutter Isabel (Julia Roberts) unterrichtet. Als er jedoch zehn Jahre alt wird, diskutieren seine Mutter und sein Vater (Owen Wilson) darüber, ihn nicht vielleicht doch am üblichen Schulbetrieb teilnehmen zu lassen, weshalb er kurz darauf in die fünfte Klasse an der Beecher Prep geht. Dort lernt er trotz anfänglicher Schwierigkeiten, sich mit seinem Äußeren zu arrangieren und findet schnell neue Freunde.



Als ich erfahren habe, dass Wunder von R.J. Palacio verfilm wird, wusste ich, dass ich ihn sehen möchte. Den Trailer fand ich schon sehr gut, auch wenn er mich nicht mehr davon überzeugen musste, ins Kino zu gehen, weil es für mich schon klar war.

Die Handlung war mir schon aus dem Buch bekannt. Die Geschichte ist sehr besonders und gefühlvoll. Es werden sensible, wichtige Themen behandelt, so geht es vor allem um Mobbing und den Kampf um Akzeptanz.

Der Film hat einige emotionale Momente und hat den gesamten Kinosaal zum Weinen gebracht, aber zwischendurch blitzt immer wieder der Humor durch, was eine wundervolle Mischung ergab.

Die Schauspieler fand ich sehr gut gewählt.

Jacob Tremblay ist so ein sympathischer, niedlicher Auggie.
Julia Roberts spielt Auggies Mutter mit sehr viel Gefühl.
Owen Wilson sorgt als Auggies Vater für einige Lacher, hat aber auch ernste Momente.
Und Izabela Vidovic verkörpert die vernachlässigte Schwester sehr gut.
Auch die anderen Schauspieler fand ich überzeugend in ihren Rollen.

Es ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, daher kann ich keinen richtigen Vergleich ziehen. Ich habe einige Szenen aus dem Buch wieder erkannt. Toll fand ich, dass es aus dem Buch übernommen wurde, dass die Geschichte aus verschiedenen Sichten erzählt wird. So erfährt man die unterschiedlichen Sichtweisen und lernt sie verstehen.

Wunder ist ein berührender Film und eine schöne Buchverfilmung. Ich kann den Film nur empfehlen und wer das Buch noch nicht kennt, sollte auch das unbedingt lesen, denn die Geschichte ist es wert erlebt zu werden.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Von Kai Meyer über Jennifer L. Armentrout bis Antje Babendererde | Neuerscheinungen Februar 2018

Allzu viele Tage verbleiben nicht mehr im Januar. Aus diesem Grund möchte ich mit euch heute einen Blick auf den Februar werfen: Welche Bücher erscheinen denn so im kürzesten Monat?

Schreibt mir gerne eure Must-haves im Februar und Bücher, die euch von den vorgestellten interessieren, in die Kommentare!

Meine Must-haves sind die zweiten Bände von Die Krone der Sterne und von Time School.

Mit einem Klick auf die Titel könnt ihr euch den genauen Inhalt durchlesen, falls euch ein Buch näher interessiert. :) Sortiert sind sie nach den Daten, an denen sie erscheinen.

Damit wünsche ich euch viel Spaß beim Stöbern. :)


01. Februar

Dreamkeeper Akademie der Träume von Joyce Winter

Stichpunkte: Träume, Agenten, Akademie

02. Februar

Wie die Sonne in der Nacht von Antje Babendererde

Stichpunkte: Vergangenheit, Indianer, Geheimnisse

09. Februar

Play on Dunkles Spiel von Samantha Young

Stichpunkte: Liebe, Mysterien, Hass

18. Februar

Fire & Frost 1: Vom Eis berührt von Elly Blake

Stichpunkte: Feuermagie, Frostkönig, Krieger

26. Februar

One of us is lying von Karen M. McManus

Stichpunkte: Mord, Verdächtige, Skandale




05. Februar

Königreich der Schatten Rückkehr des Lichts von Sophie Jordan

22. Februar

Die Krone der Sterne Hexenmacht von Kai Meyer

23. Februar

Marthas Mission von Kerry Drewery

Auf ewig mein Time School 2 von Eva Völler


28. Februar

Oblivion 3. Lichtflackern (Opal aus Daemons Sicht) von Jennifer L. Armentrout: Ich habe die Reihe nicht gelesen, aber einige könnte das Buch bestimmt interessieren.ツ



01. Februar



Stichpunkte: Märchen, "Schneeweißchen und Rosenrot", Liebe

Blutrote Dornen Der verzauberte Kuss von Jennifer Alice Jager: Mit diesen beiden Büchern erscheinen gleich Band 1 und 2 der Rosenmärchen-Reihe. Schneeweiße Rose befindet sich bereits auf meinem E-Reader, daher weiß ich nicht, inwiefern oder ob überhaupt sich die "alte" Version und diese neu erscheinende Version von Schneeweiße Rose unterscheiden werden.

Verliebe dich nie als Rockstar (Die Rockstar Reihe 0) von Teresa Sporrer: Das Buch ist der erste Band der Rockstar-Reihe aus der Sicht vom männlichen Part Alex (das erklärt dann, dass es der 0. Teil ist 😃). Ich weiß immer nicht, was ich davon halten soll. Ich habe die Rockstar-Reihe mal angefangen und möchte sie auch noch weiterlesen, allerdings werde ich diesen Band voraussichtlich nicht lesen. Lest ihr gerne den ersten Band noch einmal aus der Sicht des Jungen/Mannes?

Stichpunkte: Musik, Rockstar, Liebe

MeeresWeltenSaga: E-Box von Valentina Fast

Stichpunkte: "Plötzlich Meerjungfrau"

Camp der drei Gaben: E-Box von Andreas Dutter

Stichpunkte: Telekinetische Fähigkeiten, Magier, Gestaltwandler

Samstag, 20. Januar 2018

Mein SuB kommt zu Wort #17: Zufrieden ins neue Jahr gestartet?

Diese Aktion wurde von Anna von AnnasBuecherStapel ins Leben gerufen. An jedem 20. eines Monats wird der SuB (Stapel ungelesener Bücher) sich zu Wort melden (später ist es allerdings auch noch möglich). Mal sehen, was er so Interessantes zu sagen hat. ;) Für diesen Monat gibt es bei Anna den Beitrag hier.

1. Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Ach, wie froh ich bin, dass ich mich heute nun das erste Mal im neuen Jahr zu Wort melden darf. In diesem Sinne: Frohes neues Jahr, an alle lieben SuB!

66 Bücher hatte ich beim letzten Update im vergangenen Jahr auf meinen Stäpelchen. Zum Jahresende waren es schon nur noch 65. Jetzt sind es 61.

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze!

Beim letzten Mal sind schon so viele Bücher verschwunden. Jetzt sind es noch einmal fünf. Und ich fühle mich langsam immer leichter. Einerseits habe ich wirklich Angst, dass es immer so weitergehen wird, andererseits fühle ich mich auch... besser. Erstaunlicherweise. Und Marina wird mich schon nicht komplett eliminieren. Dazu hat sie mich zu lieb.😃

Dieses Mal sind auch keine Bücher aussortiert worden - gut so! - sondern Marina hat tatsächlich einfach nur einiges gelesen - und ich freue mich, dass ich so eine Beachtung finde.

Aber! - ja, es gibt ein Aber - ich hätte so, so gerne neue Bücher in meinen Reihen. In diesem Monat ist noch kein einziges - ich wiederhole: noch kein einziges! - neues Buch eingezogen! Und die Bücher vom letzten Monat hat Marina schon gelesen, sodass ich nicht mal darauf zurückgreifen kann. :( Dass ich hier dieses Mal also keine neuen Schätze zeigen darf, macht mich wirklich traurig! Marina, kann ich nicht wenigstens eins, zwei neue Bücher haben? Bitte!

3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Zuletzt verlassen hat mich dieses Buch:

Belle et la magie Hexenherz von Valentina Fast hat Marina leider nicht zugesagt. Es fing interessant an, ließ dann aber rasch nach. Wirklich schade, zumal das E-Book, das sie davor gelesen hat, sie auch schon nicht überzeugen konnte. Langsam bekomme ich ein bisschen Angst um meine elektronischen Schätze.

Das Buch ist im April 2017 eingezogen und es ist der erste Teil einer Dilogie. Den zweiten Band wird Marina aber wohl nicht mehr lesen.

4. Neues Jahr, neue Ziele – lieber SuB, welche Ziele hat dein Besitzer für dich in 2018? Gibt es Challenges, die beim Erreichen der Ziele helfen sollen?

Marinas Ziel ist nach wie vor, mich abnehmen zu lassen und die ältesten Bücher zu lesen. Ich freue mich, dass es weiterhin ein Ziel ist, die SuB-Senioren zu lesen. So kann ich mich jünger fühlen. Beim Abbau bin ich noch skeptisch, auch wenn es schon ganz schön ist, sich etwas leichter zu fühlen... Hauptsache, es geht nicht zu weit!


Ganz auf Challenges kann Marina wohl nicht verzichten, deshalb hat sie sich dieses Jahr zwei vorgenommen, die sie angesprochen haben.

Zum einen sucht Marina sich Bücher nach der Motto Challenge 2018 aus. Diese wird von Aleshanee von Weltenwanderer veranstaltet. In jedem Monat gibt es ein neues Motto, zu dem man Bücher lesen kann und soll. Insbesondere die offenen Aufgaben sind klasse. Schon im letzten Jahr hat uns die Motto Challenge begeistert und motiviert. Beispielsweise wurde Marina im letzten Jahr zum Thema "Entrümpeln", bei dem es darum ging, die ältesten Bücher vom SuB zu lesen, dazu motiviert, die SuB-Senioren vermehrt zu lesen. Und es macht einfach Spaß, passende Bücher zum Thema herauszusuchen. Und die Aufgaben sind sehr offen gestaltet.

Zum anderen nehmen wir an der Autorenchallenge 2018 von Lisa von Verrückt nach Büchern teil. Hier gibt es ebenfalls in jedem Monat eine offene Aufgabe, die sich rund um Autoren drehen.

Weil beide Challenges sehr offene Aufgaben haben, entsteht kein Zwang, sich neue Bücher zu kaufen, um ein passendes Buch zu haben, was bei einigen anderen Challenges schon passiert ist. Außerdem unterstützen beide Challenges die Entscheidung, welches Buch als nächstes gelesen wird. So helfen beide Challenges dabei, das Ziel, mehr von meinen Stapeln zu lesen, zu erreichen. Es wird ein ganz anderer Blick auf meine Schätze offenbart, was ich klasse finde.


Montag, 15. Januar 2018

Kai & Annabell Von dir verzaubert - Veronika Mauel




"Prinzessin" trifft auf Bad Boy.

Verlag: Impress
Seitenanzahl: 224
Ausgabe (Preis): Taschenbuch (12,99 €); E-Book (3,99 €)
Reihe: 1 von 2
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**Verliebt und verloren**
Sie gehen schon seit Jahren auf dieselbe Schule und haben noch nie miteinander gesprochen: Annabell, die behütete Arzttochter, und Kai, der jede Nacht mit seiner Gang um die Häuser zieht. Doch was sie voneinander trennt, ist letztendlich, was sie verbindet. Während Annabell ihre wahre Familiengeschichte hinter einer Sonnenbrille versteckt, verbirgt Kai sein Leben hinter einem abgewetzten Punk-Look und einer Null-Bock-Einstellung. Dass ihn gerade die blonde Schulschönheit um Hilfe bitten würde, hätte er sich niemals träumen lassen. So wenig wie Annabell jemals geglaubt hätte, dass sie gerade beim Bad Boy der Stadt Zuflucht finden würde. Wie sehr sie einander brauchen, merken sie jedoch erst, als sich die ganze Welt gegen sie stellt…

Ich habe das Buch über eine Leseprobe im Impress Magazin entdeckt. Die Leseprobe hat mich damals sehr angesprochen und so musste das Buch bei mir einziehen. Letztendlich hat es ein Jahr gedauert, bis ich nach dem Buch gegriffen habe, und eventuell war das zu lange, denn als ich das Buch begonnen habe, habe ich mich gefragt, was mir damals an der Leseprobe so gut gefallen hat. Hätte ich die Leseprobe jetzt gelesen, hätte mich das Buch nicht von sich überzeugt.

Allerdings wollte ich dem Buch eine Chance geben.

Mit der Konstellation Reiches Mädchen – Armer Junge erfindet die Autorin das Rad nicht neu, was nicht schlimm ist, aber leider hat mir dieses bekannte Konzept in dieser Umsetzung nicht gefallen.

Beide Charaktere sind das Klischee pur. Annabells Vater ist Arzt, ihre Mutter ständig nur bei Friseur- und Maniküreterminen. Annabell ist blond, reich und beliebt. Ansehen ist in ihrer Welt das wichtigste, egal, um welchen Preis.

Kai ist das genaue Gegenteil. Er ist der düstere Typ, kommt aus einem desolaten Haushalt, fährt Motorrad, ist in einer Clique und lebt in Armut.

Hauptthema dieses Buches ist häusliche Gewalt und so treffen sich die beiden, als Annabell eines Morgens an der Bushaltestelle steht und zuvor von ihrem Vater geschlagen wurde. Kai wird darauf aufmerksam.

Ich frage mich an dieser Stelle nur, warum er erst jetzt auf sie aufmerksam wird. Es kann ja nicht das erste Mal sein, dass sie früher zur Bushaltestelle geht, mit einer Blessur, denn Annabell wurde schon des Öfteren von ihrem Vater misshandelt.

Das ist aber nicht die einzige Frage, die ich mir stelle. Mir hat der Grund gefehlt, warum Annabells Vater so aggressiv ist und sie schlägt. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, beispielsweise in Form von Geschehnissen aus der Vergangenheit von Annabells Vater, um einen Grund zu wissen, warum er so handelt.

Ich finde es außerdem übertrieben, dass Annabell, obwohl sie immer wieder sagt, dass sie viel für die Schule gelernt hat, trotzdem in jedem Fach schlechte Noten bekommt. Das fängt mit Englisch an und hört bei Mathe nicht auf. Es wirkte sehr künstlich, dass sie in keinem der Fächer gut ist, obwohl sie lernt, als wäre krampfhaft nach einem Grund gesucht worden, warum der Vater wütend wird und auf sie losgeht.

Der Schreibstil war sehr einfach gestrickt und ließ mich schnell durch die Seiten kommen, hat mir an einigen Stellen aber leider nicht zugesagt. Die Kluft zwischen Annabell und Kai soll wohl auch dadurch vermittelt werden, dass Kai eine vulgäre Sprache an den Tag legt. Ich hätte mir eine etwas weniger vulgäre Sprache gewünscht. Es gäbe neben den genutzten Worten einige Möglichkeiten, wie Kai sich hätte ausdrücken können, zumal er gegenüber Annabell auch nur selten solche vulgären Worte nutzt, sondern hauptsächlich, wenn er einen kleinen Teil der Geschichte aus seiner Sicht erzählt. (Statt „verpissen“ (Ich verpisse mich), hätte er sagen können „Ich verschwinde“, „Ich hau ab“…)

Die Geschichte erfährt der Leser aus der Sicht von beiden, allerdings hat Annabell einen größeren Anteil. Kai äußert sich nur am Ende eines Kapitels mal, selten hat er größere Parts.

Die Wendung am Ende war vorhersehbar, weil es ein bekanntes Konzept ist. Mich bringt es leider nicht zum Weiterlesen, gerade, weil ich Rezensionen zum zweiten Band gelesen habe, bei der mir der weitere Verlauf wohl nicht zusagen würde.

Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Die Charaktere waren mir zu klischeebehaftet und es fehlte mir die Tiefe.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Wolkenschloss - Kerstin Gier




Ein Wohlfühlbuch für die Weihnachts- und Silvesterzeit.

Verlag: FJB
Seitenanzahl: 441
Ausgabe (Preis): Hardcover (20,00 €); E-Book (16,99 €)
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Ein magischer Ort in den Wolken. Eine Heldin, die ein bisschen zu neugierig ist. Und das Abenteuer ihres Lebens. Der neue Roman von Bestsellerautorin Kerstin Gier.

Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Lange Zeit wusste ich nicht, in welche Richtung diese Geschichte überhaupt gehen soll, denn das Buch braucht sehr lange, sich zu entwickeln, weil es damit beschäftigt ist, immer neue Figuren einzuführen, teilweise so viele, dass man sie sich gar nicht alle merken kann. Es gibt zwar ein Personenverzeichnis, aber dort ständig hinzublättern, ist nicht sonderlich angenehm. Dafür haben die Personen aber Charme. Jeder hat so seine Eigenheiten und einige schließt man schnell ins Herz.

Die Protagonistin, Fanny Funke, ist tollpatschig, naiv und verrückt, aber ein typischer Kerstin Gier-Charakter, der einem einfach ans Herz wächst mit seiner unbedarften Art.

Schade fand ich, dass es eine Dreiecksgeschichte geben musste. Ich fand sie unnötig und hätte sie nicht gebraucht.

Dafür ist die Atmosphäre in dem Buch kuschelig und schön. Es spielt zur Weihnachts- und Silvesterzeit und es ist einfach magisch und wundervoll. Es gibt auch ein paar witzige Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. So hat mir der lockere Schreibstil sehr gut gefallen und mich durch die Geschichte getragen.

Die Kulisse trägt sehr stark zu dieser wundervollen Atmosphäre bei. Die Geschichte spielt in einem hübschen Luxushotel in den Schweizer Alpen, das sich Wolkenschloss nennt und einen gewissen Charme hat. Es schneit die meiste Zeit, was zum Winterfeeling beiträgt, und es werden das Weihnachtsfest und ein Silvesterball gefeiert.

Ich habe mich wohlgefühlt in dem Buch und auch wenn das Buch lange Zeit braucht, um sich zu entwickeln, ist es ein Wohlfühlbuch zur Weihnachts- und Adventszeit, das einem das ein oder andere Lächeln auf die Lippen zaubern kann.