
Ein sommerliches Buch mit düsteren Themen.
Verlag: Vajona
Seitenanzahl: 345
Ausgabe (Preis): Taschenbuch (gebraucht)
1 von 3
Neugierig geworden?
Amazon
Goodreads
Verlag: Vajona
Seitenanzahl: 345
Ausgabe (Preis): Taschenbuch (gebraucht)
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Neugierig geworden?
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Avas Welt ist erschüttert, als ihr Vater scheinbar aus dem Nichts in eine Entzugsklinik eingewiesen wird. Während sie zu verstehen versucht, wie er seine Alkoholsucht jahrelang vor ihr geheim halten konnte, bringt die Begegnung mit einem Mitpatienten ihre Gefühlswelt in Aufruhr. Chay ist einschüchternd, impulsiv und verbittert ‒ kein Mensch, mit dem sie unter normalen Umständen gerne Zeit verbringen würde. Seine schonungslose Offenheit hilft Ava jedoch, mit der Krankheit ihres Vaters umzugehen. Bis zu seiner Entlassung lässt Chay sie im Glauben, er hätte die eigene Sucht unter Kontrolle. Aber im Alltag droht er abzustürzen und damit auch all die zarten Anfänge zwischen den beiden im Keim zu ersticken…
Die Geschichte behandelt verschiedene Suchtthemen. Ava wird damit konfrontiert, weil ihr Vater Alkoholiker ist und sich in Entzug begibt. Dort lernt sie dann auch Chay kennen.
Während Ava feststellt, dass ihre Familie einen schweren Weg aufgrund der Krankheit ihres Vaters gehen muss, und sie lernen muss, damit umzugehen, dass die perfekte Fassade ihrer Familie zu bröckeln beginnt, nähert sie sich immer weiter dem düsteren Chay an, der so gar nicht in ihre Welt zu passen scheint.
Ava wirkt anfangs recht naiv und unbedarft und dieses Gefühl bleibt lange bestehen, denn auch Chay gegenüber ist sie sehr verschlossen und zurückhaltend. Trotzdem macht sie in dem Buch eine Entwicklung durch, die mir gut gefallen hat.
Chay ist lange sehr unnahbar. Das Buch wird größtenteils aus der Ich-Perspektive von Ava erzählt, aber auch aus Chays Sicht - allerdings in der dritten Person - gibt es einige wenige Kapitel. Hier hätte ich mir auch die Ich-Perspektive gewünscht und gerne auch mehr Kapitel, um mehr über ihn zu erfahren. So sieht man ihn oft nur durch Avas Augen, was es schwer machte, die Anziehung zwischen den beiden nachzuvollziehen, insbesondere, was er an ihr findet.
Das Thema Sucht, Rückfall und damit einhergehenden Probleme im Familien- und Freundeskreis werden aus meiner Sicht - ohne eigene Erfahrungen - gut dargestellt. Das Thema ist nämlich sowohl für den Betroffenen als auch für die Angehörigen nicht leicht, was einem als Leser nahegebracht wird.
Trotzdem wird die Geschichte nicht zu schwermütig, da die Themen, die keine leichte Kost sind, durch die beginnende Anziehung zwischen Ava und Chay aufgelockert werden. Außerdem spielt die Geschichte im Hochsommer, was eine gewisse Leichtigkeit hineinbringt und einen scharfen Kontrast zu den dunklen, ernsten Themen schafft.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen: Sehr gefühlvoll und schön zu lesen. Lediglich die Schrift ist sehr klein gedruckt, was das Lesen anstrengend macht. Außerdem stimmt an einigen Stellen die Formatierung nicht. So kommt zum Beispiel plötzlich ein Absatz und der Satz geht in der nächsten Zeile oder auf der nächsten Seite weiter. Das hat den Lesefluss etwas gestört, zumal es recht häufig vorkam.
Das Ende ließ mich sehr zufrieden zurück, ohne offene Fragen, doch ein Stück weit realistisch, aber auch fürs Herz.
Es ist ein Buch mit ernsten Themen, das dort aber trotzdem mit einer gewissen Leichtigkeit herangeht und somit nicht so schwer und düster wirkt.
Es gibt auch noch zwei weitere Bände, in denen es um andere Charaktere geht. Aber das Buch lässt sich auch gut als Einzelband lesen.




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