Freitag, 27. Januar 2017

Luca & Allegra Liebe keinen Montague - Stefanie Hasse

Taucht ein in eine Romeo und Julia-Geschichte im schönen Italien.
Verlag: Impress
Seitenzahl: 213
Ausgabe: Taschenbuch (12,99 €); E-Book (3,99 €)
Reihe: 1 von 2

Maskenbälle, unsternbedrohte Familiengeschichten und verfluchte Liebespaare kennt Allegra höchstens aus ganz alten Büchern, aber mit der Realität haben sie für sie nichts zu tun. Das ändert sich grundlegend, als sie bei einem Kurzurlaub am Gardasee erfährt, dass ihr Hotel von Nachfahren der Capulets geführt wird. Anscheinend ist ihre Fehde mit den Montagues auch nach Jahrhunderten noch intakt. Als sie aus purer Neugier die andere Seite des Sees erkundet, beginnen sich die Ereignisse unwillkürlich zu verdichten. Denn Allegra trifft auf Luca Montague und damit auf ihr magisches Schicksal… 

Ich mag  die tragische Liebesgeschichte um Romeo und Julia und so habe ich diese Adaption der bekannten Geschichte mit Luca und Allegra mit Vorfreude begonnen.

Die Handlung ist bis ungefähr zur Hälfte des Buches sehr interessant und ähnelt dem Romeo und Julia-Thema sehr, mit besonderen Einflüssen der griechischen Mythologie. Die Mischung fand ich klasse und ich habe sie sehr gerne gelesen.

Ab der zweiten Hälfte jedoch verliert sich das Buch in einer seltsamen Prüfung, die Allegra für die Liebe ablegen muss. Für mich verlor es rapide an Spannung und ich musste mich zwingen, weiterzulesen.

Das Ende war dann wieder sehr spannnend und macht mit einem Cliffhanger auch Lust auf den zweiten Band.

Allegra war mir einerseits sympathisch, andererseits kann ich nicht verstehen, wie sie ihre beste Freundin einfach so vergessen konnte. Während diese nämlich am Bahnhof auf ihren Zug wartet, der Verspätung hat, geht Allegra erst einmal auf einen Maskenball. Natürlich muss man nicht mit dem Schlimmsten rechnen, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, dass ihr ihre Freundin nur dann einfällt, wenn es gerade in die Geschichte passt. 

Auch verliebt sie sich meiner Meinung nach viel zu schnell. Darüber kann ich aber in Anbetracht des Romeo und Julia-Themas hinwegsehen, denn wer die Geschichte kennt, weiß, dass die beiden sich auch gefühlt innerhalb eines Wimpernschlags verlieben.

Luca mochte ich ganz gerne. Er bleibt aber ziemlich unnahbar und geheimnisvoll. Ich hoffe, dass sich das im zweiten Band ändern wird.

Der Schreibstil ist gut zu lesen und das Setting Italien gefiel mir sehr gut. Der Aufbau des Buches hat mir auch sehr gefallen, denn es ist in Akte und Szenen eingeteilt, wie ein richtiges Theaterstück.

Die Mischung in diesem Buch war hervorragend. Leider konnte ich nur die erste Hälfte des Buches genießen, während sich die zweite etwas verloren hat. Das Ende macht aber wieder Lust auf mehr. Für Freunde der Romantik und des Romeo und Julia-Themas kann ich das Buch aber empfehlen.

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