Montag, 2. Januar 2017

Plötzlich Banshee - Nina MacKay

Betrachtet die Zahlen und findet heraus, welcher Charakter bald sterben wird.
Verlag: ivi Piper
Seitenzahl: 393
Ausgabe (Preis): Broschur (15,00 €); E-Book (12,99 €)
Einzelband

Eine tollpatschige Todesfee und ihr Versuch, die Welt zu retten
Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

Vor allem die interessante Idee hat mich zum Kauf überredet: Die Protagonistin, die Todeszahlen sieht, also die Zeit, die einem Menschen noch bleibt, bis er stirbt. Die Umsetzung dieser Idee hat mir auch sehr gut gefallen. Sie war unterhaltsam gestaltet und blieb auch im Laufe der Geschichte im Vordergrund.

Generell ist die Handlung lustig, manchmal etwas skurril und locker. Es gibt wenig Spannung, sondern ist eher auf den Unterhaltungsfaktor ausgelegt.

Gegenüber der Protagonistin Alana empfinde ich gemischte Gefühle. Einerseits war sie mir sympathisch, gerade weil sie ihre Fähigkeiten dazu nutzt, anderen zu helfen; andererseits verhielt sie sich besonders gegenüber Dylan sehr eigenartig. Anstatt ihre Gefühle für ihn preiszugeben, nutzte sie ihn aus.

Die Liebesgeschichte war sehr vorhersehbar. Sobald die beiden sich begegnet waren, war klar, dass sie Gefühle füreinander entwickeln würden.

Dylan, den Detective, fand ich ganz sympathisch. Allerdings verstehe ich nicht, warum er Alana an seinem Fall mitwirken und mitermitteln lässt, wenn er sie für die Hauptverdächtige hält. Der einzige Grund, der sich herauskristallisiert hat, ist der, dass er Gefühle für sie entwickelt, was mir eindeutig zu wenig war.

Ohne zu spoilern , kann ich noch sagen, dass ich einen Teil der Liebesgeschichte absolut nicht mochte.

Das Ende war teilweise vorhersehbar, gerade, was den „Bösewicht“ angeht, während Alana auf dem Schlauch steht. Auch wurde sie mir mit ihren Ansichten endgültig unsympathisch.

Das Buch bietet eine interessante Idee, die auch gut umgesetzt wurde. Leider habe ich einige Kritikpunkte vor allem an den Charakteren und dem Ende. Wer eine unterhaltsame Geschichte für zwischendurch sucht und über den ein oder anderen Kritikpunkt hinwegsehen kann, der kann ruhigen Gewissens zu diesem Buch greifen.

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