Montag, 23. Januar 2017

Die Reise der Amy Snow - Tracy Rees

Begleitet Amy Snow auf ihrer Reise quer durch London!
Seitenzahl: 480
Ausgabe (Preis): Broschur (14,99 €); E-Book (12,99 €)
Originaltitel: Amy Snow
Einzelband

Als Baby wurde Amy Snow ausgesetzt. Mittellos und von allen gehasst wird sie auf dem noblen Hatville Court aufgezogen. Die schöne Tochter des Hauses, Aurelia Vennaway, ist Amys einzige Freundin und der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Als Aurelia jung stirbt, bricht Amys Welt zusammen. Aber Aurelia macht ihr ein letztes Geschenk: ein Bündel Briefe, das Amy auf Schatzsuche schickt. Einen Code, den nur Amy entschlüsseln kann. Am Ende erwartet Amy ein Geheimnis, das ihr Leben verändern wird. Amy Snow begibt sich auf eine Reise quer durch England.

Das Buch beginnt einige Jahre zuvor und der Leser erlebt, wie Aurelia die kleine Amy, noch ein Baby, im Schnee findet. Jahre vergehen und die beiden werden zu Freundinnen.

Doch dann verstirbt Aurelia und Amy bleibt zurück, mit einer Schnitzeljagd in Form von Briefen, denen sie durch das ganze Land folgt, um Aurelias letzten Wunsch zu erfüllen.

Ich mag es, wenn es in Büchern um Briefe geht und eine Art Schatzsuche darum entsteht. Das Buch erzählt anfangs eingestreut die Vergangenheit der beiden Mädchen, die zwar in Teilen wichtig ist, mir aber zu viel Raum eingenommen hat. Ich fand die Suche nach den Briefen interessanter und wollte nur den nächsten Brief entdecken, ihn lesen und mit Amy zum nächsten Ort reisen.

Leider stehen die Briefe, gerade im Mittelfeld des Buches, eine Zeit lang nicht im Vordergrund, was ich schade fand, weil sie für mich das zentrale Thema waren. Trotzdem hat mir Amy Snows Entwicklung gut gefallen, auch wenn sie vorhersehbar war.

Ich konnte mit ihr als Protagonistin allerdings nicht recht Sympathie aufbauen und weiß gar nicht, woran genau es lag. Eventuell liegt es daran, dass sie sich lediglich über Aurelia identifiziert oder einfach oft Ich-bezogen handelt. Ich habe mich allerdings wenig für sie interessiert, weshalb es mir an einigen Stellen auch zu sehr in die Länge gezogen war.

Trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen. Es war eine schöne Geschichte über Freundschaft und mit einer Prise Liebe und die Geschichte ließ sich leicht lesen.

Auch das Setting hat mir gut gefallen. Ich mag London und die Fahrten in der Kutsche und auch die Fahrt in dem Zug, die zu der Zeit gerade aufkamen, haben mir gefallen. Zudem gibt es wundervolle Bälle, schöne Kleider und eine tolle Atmosphäre.

Insgesamt gesehen hat mir das Buch gut gefallen. Weniger Seiten hätten der Geschichte zwar gut getan, aber es war dennoch eine interessante Schatzsuche und eine schöne Geschichte über Freundschaft und Liebe.


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