Donnerstag, 1. Dezember 2016

Rot wie das Meer - Maggie Stiefvater

Reist zu einer weit entfernten Insel und lernt deren Bewohner und die Capaill Uisce kennen.
Verlag: Script5
Seitenzahl: 426
Ausgabe (Preis): Hardcover (18,95 €); E-Book (8,99 €)
Originaltitel: The Scorpio Races
Einzelband

Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von Capaill Uisce heimgesucht, Meereswesen, die in Gestalt wunderschöner Pferde Tod und Verderben bringen. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer, ziehen sie die Menschen in ihren Bann.
Wie viele junge Männer der Insel fiebert auch Sean Kendrick dem Skorpio-Rennen entgegen, bei dem sie auf Capaill Uisce gegeneinander antreten. Nicht wenige bezahlen dafür mit ihrem Leben.
Das diesjährige Rennen aber wird sein wie keines zuvor: Als erste Frau wagt Puck Connolly, sich einen Platz in dieser Männerwelt zu erkämpfen. Sie gewinnt den Respekt von Sean Kendrick, der ihr anfangs widerwillig, dann selbstlos hilft. Schließlich fällt der Startschuss und auch diesmal erreichen viele Reiter nicht das Ziel.
Ihr Blut und das ihrer Capaill Uisce färben die Wellen des Meeres rot...

In dem Buch geht es um das sogenannte Skorpio-Rennen, eine Art Pferderennen. Nur sind es keine gewöhnlichen Pferde, sondern Wasserpferde, sogenannte Capaill Uisce, die Raubtieren sehr ähnlich sind.

Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven von Puck und Sean. Während Puck sich von den Wasserpferden fernhält, weil sie schlimme Erfahrungen gemacht hat, nimmt Sean schon mehrere Jahre erfolgreich an dem Skorpio-Rennen teil. Ich mochte beide sehr. Puck ist sehr mutig und ehrgeizig, während Sean die Ruhe selbst ist.

Wer Spannung sucht, ist bei diesem Buch fehl am Platz. Die Geschichte hat zwar ein paar spannende Momente, meist ist sie aber ruhig und entwickelt sich gemächlich. Es geht vielmehr um Emotionen und Konflikte, sodass es in diesem Sinne dennoch spannend zu lesen war.

Der Schreibstil ist – wie ich es von Maggie Stiefvater kenne – sehr schön, flüssig und leicht zu folgen. Ich mochte insbesondere die Kulisse sehr. Die Geschichte spielt auf einer Insel, auf der jeder jeden kennt und zu der die Capaill Uisce kommen. Einmal im Jahr - Ende Oktober,  Anfang November - findet das Skorpio-Rennen statt, sodass die Touristen sich mehren, die sich das Schauspiel nicht entgehen lassen wollen.

Das Ende war für mich einerseits überraschend, andererseits habe ich fast damit gerechnet. Beim Lesen konnte ich mich nicht so recht mit der Lösung anfreunden, im Nachhinein mag ich das Ende.

Die neuartige Idee, gepaart mit einer Prise Spannung und einprägsamen Charakteren hat mir, zusammengewürfelt in dieser Geschichte, sehr gut gefallen. Für ruhige, entspannende Abend zu empfehlen. 


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