Freitag, 25. März 2016

Zauberhaftes Aschenputtel - J. Vellguth

Ein Märchen.
Seitenzahl: 208
Ausgabe (Preis): Taschenbuch (9,99 €); E-Book (3,99 €)
Einzelband


Von der Verwandlung eines Mädchens in eine junge Frau, von Aschenputtel zur Prinzessin. 

Nur die Entdeckung, dass die Feen im Wald doch keine Hirngespinste ihres Urgroßvaters waren, lässt sie ihren Lebensmut nicht ganz verlieren. Zu allem Überfluss verliebt sie sich auch noch Hals über Kopf in den nicht standesgemäßen Jägersmann aus dem Wald. Wie kann sie ihr Schicksal nur wieder in die richtigen Bahnen lenken, ohne den letzten Wunsch ihrer Mutter zu verraten?

Diese Geschichte erzählt von der Verwandlung eines kleinen Mädchens in eine junge Frau, von Aschenputtel zur Prinzessin und singt eine Weise von der Schwäche und der wahren Macht, die in jedem Einzelnen von uns schlummern.

Das Cover gefällt mir sehr. Neben einer schön gekleideten Cinderella sieht man auch eine Taube, die für das Märchen charakteristisch ist.

Die Kapitel sind angenehm kurz und werden hauptsächlich aus der Sicht von Anna erzählt, ab und an aber auch aus anderen Perspektiven, die kurz gekennzeichnet sind.

Ich mag Märchenadaptionen sehr und die meisten sind von Cinderella bzw. Aschenputtel, aber dennoch bin ich des Märchens noch nicht überdrüssig. Allerdings frage ich mich bei diesem Buch nach dem Sinn dahinter.

Das Buch erzählt die Geschichte von Aschenputtel. Es beginnt mit einigen Zeilen aus der Kindheit von Anna, doch kurz darauf verstirbt ihre Mutter und ihr Vater heiratet wieder. Die Stiefmutter, die mit zwei Töchtern bei ihnen einzieht, hat Geld wie Heu und hasst Anna, weil sie schöner ist als ihre Töchter.

Diese Dinge kennt man alle aus dem bekannten Märchen und abgesehen von wenigen magischen Elementen und einer unerwarteten Begegnung ist es auch nicht viel mehr als das, was ich schon sehr schade finde.

Anna ist sehr naiv, oberflächlich und in meinen Augen auch dumm. Ein Beispiel ist, dass sie nicht versteht, wer der Prinz ist, obwohl es klar auf der Hand liegt. Daraus wird im Buch auch für den Leser ein riesiges Geheimnis gemacht, obwohl es doch so offensichtlich ist, was mich schon etwas geärgert hat. Auch möchte Anna unbedingt den Prinzen kennenlernen und ihn heiraten und weiß eigentlich selbst nicht so genau, warum, während sie sich von jemandem, den sie gerne mag und besser kennt, nicht vorstellen könnte, ihn zu heiraten, aus dem Grund, weil er kein Prinz ist. So war mir Anna leider sehr unsympathisch.

Die Geschichte zieht sich gerade am Anfang. Am Ende werden die Schicksale der verschiedenen Personen erklärt, was ich interessant fand, aber in wenigen Seiten erzählt wurde, was mir dann zu schnell ging.

Der Schreibstil ist flüssig und hat auch ein paar schöne Formulierungen.

Das Buch konnte mich leider nicht von sich überzeugen. Ich mag das Märchen, allerdings sehe ich keinen Sinn darin, statt des Märchens ein 200 Seiten langes Buch zu lesen. Die magischen Ansätze fand ich toll, kamen mir aber viel zu kurz. Und auch die naive, nahezu dumme Protagonistin hat mir den Lesespaß verdorben.

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