Montag, 14. März 2016

Bis du mir gehörst - Melissa Marr

Eine interessante Mischung.
Seitenzahl: 349
Ausgabe (Preis): Hardcover (14,99 €)
Originaltitel: Made for you
Einzelband

Als Eva nach einem Autounfall im Krankenhaus aufwacht, ist sie nicht nur schwer verletzt, sie hat auch eine merkwürdige neue Gabe: Sie kann den Tod anderer Menschen vorhersehen, wenn diese sie berühren. Kurz darauf wird eine ihrer Mitschülerinnen brutal ermordet und plötzlich schwebt Eva in höchster Lebensgefahr. Denn der Killer hat am Tatort eine Nachricht hinterlassen: Für Eva.

Das Cover gefällt mir sehr. Ich mag schwarzweiße Bilder, bei denen bestimmte Objekte farbig sind. In diesem Fall sind die Lippen und die Äpfel rot. Auch wenn das nach Schneewittchen klingt, hat die Geschichte nicht wirklich was damit zu tun. Jedenfalls ist mir keine Ähnlichkeit zum bekannten Märchen aufgefallen.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive mit drei verschiedenen Perspektiven erzählt: Eva, ihre beste Freundin Grace und der Täter, der sich selber Judge nennt.

Die Kapitel sind angenehm kurz und die Schrift ziemlich groß.

Das Buch beginnt sehr gemächlich. Eva befindet sich mit ihren Freunden auf einer Party, auf die sie eigentlich keine Lust hat. Bald darauf geschieht der Autounfall, von dem der Leser aus Sicht des Täters erfährt, dass es keineswegs ein Unfall war, und Eva landet im Krankenhaus und entdeckt diese merkwürdige Gabe, mit der sie den Tod anderer Menschen sieht, wenn diese sie berühren.

Kurz danach geschieht auch der erste Mord und der Leser, der die Geschichte auch aus Sicht des Täters erfährt und in seine Gedanken schlüpft, rätselt, wer er sein könnte, denn er kennt Eva und es ist klar, in einem kleinen Ort, in dem diese Geschichte spielt, ist es naheliegend, dass Eva den Täter auch kennt.

Ich habe schon relativ früh eine Ahnung gehabt, wer es sein könnte, und habe es dann auch schon gewusst, bevor es für den Leser aufgeklärt wurde.

Eva bleibt noch ein wenig länger im Dunkeln und weiß lange Zeit nicht mal, dass es überhaupt einen Täter gibt, was ich schon etwas schade fand, weil ihre Sicht der Geschichte dadurch etwas vor sich hinplätschert.

Die drei Erzählperspektiven habe ich sehr unterschiedlich wahrgenommen.

Eva fand ich lange Zeit etwas zu oberflächlich, aber sie entwickelt sich weiter und merkt, dass es nicht auf das Aussehen ankommt, sodass sie mir im Laufe der Handlung immer sympathischer wurde.

Grace ist eine tolle Freundin und immer für Eva da. Sie mochte ich wirklich sehr.

Der Täter war mir unsympathisch, was wohl auch so beabsichtigt war. Aber so richtig habe ich seine Motive nicht verstanden und das finde ich schon wichtig.

Was ich sehr spannend fand, ist das Element des Übersinnlichen in Form von Evas neuer Begabung. Natürlich fragt sie sich zuerst, ob sie sich das alles nicht nur einbildet, aber diese Fähigkeit wird hervorragend in die Geschichte eingeflochten, was ich sehr gut fand.

Das Buch ließ sich sehr leicht und schnell lesen.

Zum Ende hin spitzte sich die Handlung immer weiter zu.

Das „Thriller“ auf dem Buch sollte man nicht allzu ernst nehmen. Wenn man es als Thriller sieht, ist es ein sehr seichter Thriller. Vielmehr dreht sich die Geschichte um Freundschaft, Liebe und Verlust. Für mich hatte das Buch ein paar Schwachpunkte, aber ich habe es trotzdem gerne gelesen und kann es für diejenigen weiterempfehlen, die einen seichten Thriller oder einen Thriller für den Einstieg suchen.

Kommentare:

  1. Hey,
    ich finde der Klappentext hört sich wirklich toll an!
    Allerdings kann ich auch deine Kritik verstehen.

    Liebe Grüße,
    Lena

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    1. Hallo Lena, :)
      es ist definitiv nicht schlecht, aber so richtig überzeugen konnte es mich auch nicht. Aber wenn du es liest, kannst du mir gerne sagen, wie du es fandest. :) Und vielleicht kann es dich noch mehr überzeugen. :)

      Liebe Grüße,
      Marina

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