Mittwoch, 27. Januar 2016

Der Junge, der Glück brachte - Nicholas Vega

Eine Geschichte voller fantastischer Elemente.
Verlag: Selfpublishing
Seitenzahl: 319
Ausgabe (Preis): Taschenbuch (9,99 €); E-Book (4,99 €)
Einzelband

Während Lynette den Tod ihrer Mutter verarbeiten muss, schenkt der neunjährige Jeronimus den Menschen Kristalleier, die Glück bringen. Zwei Gegensätze, zwei Welten: Sie lebt in der Realität, er in einem Buch.
Auf wundersame Weise kreuzen sich ihre Wege und Lynette erkennt, dass die Dinge im Leben nicht immer so sind, wie sie erscheinen. Denn Jeronimus ist es, der ihre Hilfe braucht.

Das Cover finde ich ganz schön. Es passt auch gut zur Geschichte, wenn man es so interpretiert, dass der Junge am rechten unteren Rand Jeronimus in seiner Geschichte darstellt, und das Mädchen links oben Lynette, die in das Buch reinschaut und in die Geschichte eintaucht.

Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Lynette erzählt, was einen Einblick in ihre Gedanken gewährt.

Das Buch lag schon sehr lange auf meinem SuB und jetzt habe ich endlich danach gegriffen. Die Geschichte erinnert ein wenig an Die unendliche Geschichte oder Tintenherz. Und solche Geschichten mag ich sehr.

In Der Junge, der Glück brachte erhält Lynette von einem kauzigen, alten Mann, der in einem Videospielverleih arbeitet, ein geheimnisvolles Buch. Und in diese Geschichte taucht sie ein. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Lynette mochte ich als Protagonistin allerdings nicht so gerne. Sie ist 14, verhält sich teilweise aber viel älter, beispielsweise, wenn sie ihrem Vater, der mit Computern arbeitet, Tipps gibt, wie er sich selbständig machen kann, was ich schon etwas befremdlich fand. Auf der anderen Seite ist sie dann sehr verantwortungslos, wenn sie aus unlogischen Gründen ein T-Shirt klauen will – und das dann wirklich Eindruck schindet.

Jeronimus mochte ich schon. Allerdings ist er kein starker Charakter und bleibt lange Zeit ziemlich blass. Er ist der Charakter des Buches, das Lynette geschenkt bekommt, und verteilt Glück an die Menschen um ihn herum.

Die Geschichte ist sehr fantasievoll, was mir gut gefiel. Es gibt viele kleine Details, die einem ins Auge fallen und die die Geschichte verschönern. Es geht vor allem um das Verarbeiten von Verlust einer geliebten Person und um die Trauer, die damit einhergeht.

Leider fehlten mir in diesem Zusammenhang aber ein wenig die Emotionen. Lynette verliert am Anfang ihre Mutter bei einem Unfall, aber es kamen kaum Emotionen bei mir an. Auch im weiteren Verlaufe des Buches blieben die Emotionen aus. Sei es nun das Mitfiebern, wenn es zum Höhepunkt des Buches kommt, oder bei bewegenden Szenen.

Das Ende ging mir dann auch zu schnell. Um nicht zu spoilern, kann ich nicht genauer darauf eingehen, aber es wirkte durch diesen schnellen Wechsel leider nicht glaubhaft.

Der Junge, der Glück brachte konnte mich leider nicht von sich überzeugen. Es gibt einige fantasievolle Elemente, die mir sehr gefielen. Aber mir fehlten die Emotionen und auch mit den Charakteren konnte ich mich nicht richtig anfreunden. Das Ende kam mir dann auch viel zu schnell.

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