Sonntag, 17. Januar 2016

Das Juwel Die Gabe - Amy Ewing

Eine Geschichte, die anders ist als das Cover vermuten lässt.
 
Verlag: FJB
Seitenzahl: 445
Ausgabe (Preis): Hardcover (16,99 €); E-Book (14,99 €)
Originaltitel: The Jewel
Reihe: 1 von ?

Violet Lasting hat eine besondere Gabe: Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie ausgewählt, ein Leben im Juwel zu führen. Dort wird sie auf einer Auktion versteigert. Sie erwartet eine prunkvolle, faszinierende Welt, die aber auch ihre Schattenseiten hat: Gegen ihren Willen soll sie ihrer Herrin ein Kind schenken.

Das Cover finde ich wunderschön. Das Violette passt auch sehr gut zum Inhalt. Schließlich heißt die Protagonistin Violet, und ihr Name kommt nicht von ungefähr.

Im Buch gibt es vorne und hinten Karten über den Aufbau der Stadt und des Juwels, was das Verständnis erleichtert.

Die Kapitel sind angenehm kurz und werden aus der Sicht von Violet erzählt.

Der Einstieg in das Buch gefiel mir sehr gut. Eine Stelle am Anfang konnte mich sehr berühren, was mich überrascht hat, weil Bücher es bei mir normalerweise schwer haben, mich zu Tränen zu rühren. Aber dieses Buch hat es zu Beginn geschafft.

Ich habe das Buch aufgeschlagen und ich wurde in eine Geschichte gesogen, die mich immer mehr in ihren Bann ziehen konnte.

Das schöne, prinzessinnenhafte Cover täuscht. Die Geschichte ist an einigen Stellen ziemlich grausam und alles andere als „Heile-Welt“. Vielmehr ist es so, dass das Leben der Adligen nach außen hin friedlich und elegant wirkt, es im Innern aber alles andere als das ist.

Violet mochte ich ganz gerne. Sie ist ein sehr loyaler Mensch und hält zu den Menschen, die sie liebt. Ihre Leidenschaft zur Musik macht sie sympathisch. Manchmal konnte ich ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehen. Sie versucht, sich anzupassen, weil sie keine andere Wahl hat, hält sich aber nicht komplett daran, und agiert daher manchmal widersprüchlich.

Auch die anderen Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet. Jeder hat seine Eigenarten und Eigenschaften, die sie ausmachen. Sehr gerne habe ich Raven gemocht und deshalb auch ihre Geschichte mit Spannung mitverfolgt.

Die Liebesgeschichte, die es in diesem Buch gibt, kommt auf eine Weise, die ich gut fand.

Der Schreibstil war ganz okay. Ich finde es gut, dass es aus Violets Sicht erzählt wird, weil man so ihre Gedanken und vor allem sie besonders nah kennenlernt.

Das Ende ist sehr offen und so ist es etwas frustrierend, auf den nächsten Band warten zu müssen. Dennoch gefiel es mir sehr gut, weil alles Schlag auf Schlag und sehr unerwartet kam.

Die Geschichte konnte mich in ihren Bann ziehen und von sich überzeugen. Eine Geschichte, die ganz anders ist, als das Cover vermuten lässt, und das im positiven Sinn.

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