Freitag, 6. November 2015

Die Dreizehnte Fee Erwachen - Julia Adrian

 Ein Märchen.
Seitenzahl: 212
Ausgabe (Preis): Broschur (12,00 €); E-Book (2,99 €)
Reihe: 1 von 3

Ich bin nicht Schneewittchen.
Ich bin die böse Königin.
Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.
„Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?“, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest.
Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.

Das Cover gefällt mir gut. Es wirkt märchenhaft und der Spiegel passt auch im gewissem Maße zur Geschichte.
Die Geschichte wird in kurzen bis mittellangen Kapiteln erzählt und ist aus der Ich-Perspektive geschrieben.

Das Buch begann für mich verwirrend, sodass ich den Prolog und das erste Kapitel tatsächlich zwei Mal gelesen habe.

Generell bleibt die Geschichte die ganze Zeit über verwirrend. Es fehlte der rote Faden und die Charaktere stolperten durch die Geschichte. Alles passierte durch absoluten Zufall und es fehlten mir die Struktur und auch die Logik dahinter.

Ganz besonders fiel mir das an den Charakteren auf. Allen voran natürlich die Dreizehnte Fee. Ich fand die Idee, die Geschichte aus der Sicht der Bösen zu erzählen, gut, allerdings ist die Fee nicht wirklich böse. Sie sagt, sie war es mal. Einige Handlungen sprechen dafür, andere absolut nicht. Statt dass die Dreizehnte Fee wirklich böse ist, zweifelt sie stark an sich selbst. Das fand ich sehr schade, weil der Reiz verloren ging, dass die Geschichte aus der Sicht der Bösen geschrieben ist. Stattdessen verliebt sie sich bei der erstbesten Gelegenheit in den Hexenjäger, der sie umbringen möchte.

Warum ist sie dann aber mit ihm unterwegs? Sie möchte Rache nehmen an den anderen Feen bzw. Hexen, wie die Menschen sie nennen, und reist deshalb mit dem Hexenjäger. Aber der Grund erschließt sich mir nicht. Die Feen findet sie durch absoluten Zufall und sie nimmt es auch alleine mit ihnen auf. Der Grund, dass sie angeblich in ihn verliebt ist, reicht mir nicht, weil die Liebesgeschichte viel zu schnell ging und konstruiert wirkte, sodass sie stark an Glaubhaftigkeit verloren hat.

Auch den Hexenjäger habe ich nicht verstanden. Er reist mit ihr und behauptet, sie zu hassen, steigt aber bei der erstbesten Gelegenheit mit ihr ins Bett, um sie dann weiterhin zu ignorieren und zu hassen. Diese Szenen war sehr schnell abgehandelt und auch fehl am Platze. Einmal ist ein Kind in der Nähe, was ich schon sehr fragwürdig fand.

Die Idee, bekannte Märchencharaktere einzubringen, fand ich gut, allerdings fehlten mir auch hier die Struktur und der Sinn.

Der Schreibstil ist ganz gut. Man hat das Buch schnell ausgelesen, auch weil es nicht so viele Seiten hat. Vielleicht liegt aber auch gerade daran das Problem.

Das Ende ist ziemlich offen, was mich aber nicht dazu bringen wird, den nächsten Band zu lesen.

Ich kann mich den guten Meinungen leider nicht anschließen. Das Buch lässt mich sehr enttäuscht zurück. Ich habe etwas ganz anderes erwartet. Die Geschichte war sehr verwirrend, die Charaktere handelten aus meiner Sicht nicht logisch und dem Ganzen fehlt die Struktur.

Kommentare:

  1. Guten Morgen Marina :)

    Danke für deine tolle Rezension.
    Das Buch habe ich schon seit einigen Wochen auf dem Wunschzettel und bin froh auch mal eine so hilfreiche negative Kritik zu lesen. Das dämpft immerhin die Erwartungen ein wenig, auch wenn ich nicht weiß, ob ich das Buch nun wirklich noch lesen mag.

    Liebe Grüße,
    Corina

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    1. Hallo Corina, :)
      vielen Dank für deinen positiven Kommentar. :) Ich hatte vielleicht auch viel zu hohe Erwartungen an dem Buch durch die ganzen positiven Meinungen.

      Liebe Grüße,
      Marina

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  2. Hallo Marina,

    vielen Dank für diese kritische Rezension. Ich überlege schon seit einiger Zeit, ob ich mir das Buch aufgrund der vielen positiven Bewertungen durchlese. Deine Rezension hat jetzt auch mal eine andere Seite beleuchtet.

    Dennoch werde ich - sobald ich Zeit dazu finde - die Geschichte einmal selbst testen. Durch deine Worte bin ich nun zumindest auch für eventuelle "kritische Stellen" vorab sensibilisiert. Ich danke dir dafür :o)

    Ganz liebe Grüße Tanja

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    1. Hallo Tanja, :)
      danke für deinen lieben Kommentar. :) Es freut mich, dass ich dir helfen konnte. :) Und ich hoffe natürlich, dass es dir besser gefallen wird. :)

      Liebe Grüße,
      Marina

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  3. Huhu!

    Eine sehr gute Kritik, sehr fundiert geschrieben. Ich glaube, das Buch wäre nichts für mich...

    LG,
    Mikka

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    1. Hallo Mikka, :)
      vielen Dank für dein Feedback. :)

      Liebe Grüße,
      Marina

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  4. Huhu :)

    Wie in meinem anderen Kommentar bereit angemerkt, bin ich gespannt, wie mir das Buch gefallen wird. Es gibt so viele positive Meinungen, da bin ich froh, auch mal etwas kritisches zu lesen. Ich werde es mir wohl dennoch irgendwann holen, einfach um herauszufinden, wo ich das Buch sehe. ;) Ich bin ja auch kritisch und gerade solche Logikfehler stören mich auch sehr.

    LG Alica

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    1. Hallo Alica, :)
      ich bin auch immer froh, wenn ich neben den ganzen positiven Meinungen auch mal negative lese, ansonsten hat man auch zu hohe Erwartungen. Vielleicht war das ja auch mein Problem mit dem Buch. Aber ich hoffe, dass es dir gefallen wird. :)

      Liebe Grüße,
      Marina

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