Sonntag, 10. Mai 2015

MondSilberLicht - Marah Woolf

Ein romantischer Auftakt.
Verlag: Selfpublishing
Seitenzahl: 297
Ausgabe (Preis): Taschenbuch (9,50 €)
Reihe: 1 von 3

„Schon als ich dich das erste Mal sah, hatte ich das Gefühl, dass du gar nicht gut für mich bist.“
Keiner ihrer Albträume hätte Emma auf die drastische Veränderung in ihrem Leben vorbereiten können. Aber nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ist sie gezwungen, in die verschlafene Hauptstadt der Isle of Skye, nach Portree, zu ihrem Onkel und dessen Familie zu ziehen. Das Letzte, mit dem sie rechnet, ist, dass sie hier ihre große Liebe finden wird. Vom ersten Augenblick an verfällt sie Calums geheimnisvoller Ausstrahlung. Er zieht sie unwiderstehlich in seinen Bann, woran auch sein allzu offensichtliches Desinteresse nur wenig ändert. Sein widersprüchliches Verhalten macht ihn für sie nur interessanter. Aber diese Fassade beginnt zu bröckeln… und irgendwann gibt er den Widerstand gegen seine eigenen Gefühle auf. Als er ihr eines Tages seine wahre Identität verrät, flieht sie vor ihm. Doch es ist zu spät, längst ist sie ihm bedingungslos verfallen…

Ich liebe dieses Cover! Es ist in einem wunderschönen dunklen Türkis gehalten und die Symbole darauf heben sich hell davon ab. Allerdings haben sie nichts mit der Geschichte zu tun, was ich etwas schade finde.

Es gibt einen kurzen Prolog und 21 mittelkurze Kapitel. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Emma erzählt.

Das Buch beginnt gleich mit dem schrecklichen Ereignis, das Emma vollkommen aus der Bahn wirft und ihr Leben komplett verändert: Der Tod ihrer Mutter, der weder für sie noch als Leser wirklich greifbar ist.

Ihren Onkel, seine Frau und ihre gemeinsamen Kinder habe ich auf Anhieb ins Herz geschlossen und auch Emma fällt es nicht schwer, sich bei ihnen einzuleben.

Emma mochte ich von der ersten Seite an. Sie ist ein ruhiges, sympathisches Mädchen, das Bücher liest und liebt.

Calum, den sie bald trifft und in den sie sich sofort verliebt, ist der unnahbare, gut aussehende Typ, der von allen angehimmelt wird, aber von keiner etwas will, außer von… Richtig, Emma. Das fand ich etwas schade, weil es so furchtbar Klischeehaft ist und man das aus so vielen Büchern kennt. Aber es hat schon seinen Sinn, warum das so ist. Außerdem ist Calums Geheimnis etwas Neuartiges und Tolles. Ich mochte die Enthüllung sehr gerne.

Die Zeit in der Geschichte vergeht sehr schnell. Im einen Moment ist noch April. Im nächsten sind zwei Wochen vergangen und schon ist Herbst und schließlich Weihnachten… Oder nein, doch wieder April. Das fand ich manchmal etwas schnell, aber die Autorin spult zu den Ereignissen vor, die für die Geschichte wichtig sind und das bringt Spannung in die Sache und treibt die Handlung voran. Trotzdem gab es dann doch einige Szenen, die Ruhe vermittelt haben und die den Leser aufatmen ließen.

Der Schreibstil lässt sich wunderbar lesen und hat mich in die Welt von Emma entführt.
Das Ende wartet mit einem gemeinen Cliffhanger auf und ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergehen wird, und hoffe da auf die ein oder andere Entwicklung...

Ein romantisches Buch mit spannenden Wendungen, der ein oder anderen ruhigen Stelle und einem Jungen, der vor Klischees nur so strotzt, während die Zeit an einem vorbeirast. Mich konnte der Auftakt dieser Trilogie trotz der kleinen Kritik begeistern und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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