Samstag, 18. April 2015

Level 6 Unsterbliche Liebe - Michelle Rowen

Am Anfang spannend, am Ende langweilig.
Verlag: MIRA Taschenbuch
Seitenzahl: 347
Ausgabe (Preis): Broschur (12,99 €)
Originaltitel: Countdown
Einzelband

Die 16-jährige Kira erwacht in einem dunklen Raum, verstört und hilflos. Aber nicht allein: Sie teilt ihr Gefängnis mit dem 17-jährigen Rogan, einem verurteilten Mörder. Unfreiwillig sind die beiden Kandidaten in der Gameshow „Countdown“, in der es um Leben und Tod geht: Scheitern sie am nächsten Level, sterben sie live in der Sendung. Den Teenagern bleibt keine Wahl – sie müssen mitspielen, wenn sie überleben wollen. Doch kann man einem Mörder trauen, und wenn er noch so schöne blaugrüne Augen hat? Trotz aller Versuche, sie gegeneinander aufzuhetzen, kommen Kira und Rogan sich immer näher – und stoßen auf die schreckliche Wahrheit hinter dem grausamen Spiel…

Das Cover finde ich ganz okay, allerdings nichts Besonderes. Kira und Rogan habe ich mir auch nicht unbedingt so vorgestellt.

Die 24 Kapitel sind mittellang. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Kira erzählt.

Mit Level 6 bekommt man eine Dystopie, die Elemente von Science Fiction beinhaltet, was ich bei dem Klappentext, dem Cover und dem Titel nicht gedacht hätte, allerdings eine spezielle Mischung ist.

Das Buch beginnt interessant und es werden viele Fragen aufgeworfen: Wie ist Kira in den Raum gelangt? Wer ist ihr geheimnisvoller Mitspieler? Und wie kann sie das Spiel überleben?

Insgesamt gibt es 6 Level – daher der Titel der deutschen Ausgabe – und jedes Level endet mit einem Countdown – deshalb der Titel der Originalausgabe.

Ich finde den Untertitel der deutschen Ausgabe etwas überflüssig und auch zu weitgreifend. Die Liebe spielt in diesem Buch zwar eine Rolle, aber für mich spielte sie weder eine Hauptrolle noch fand ich die Entwicklung realistisch, weil es zu schnell passierte.

Die Befürchtung, dass das Buch „Die Tribute von Panem“ zu sehr ähneln würde, kann ich nicht bestätigen. Es gibt zwar einige Elemente, die mich schon an die Trilogie erinnert haben, aber größtenteils weicht das Buch davon ab und ist etwas ganz Eigenständiges.

Die Aufgaben der einzelnen Level fand ich abwechslungsreich und überraschend. Leider kamen die Level nach meinem Geschmack viel zu kurz. Das Spiel ist der Hauptgrund, warum ich das Buch lesen wollte, und letztendlich verbringen die beiden in den einzelnen Level nicht so viel Zeit, was ich schade fand. Außerdem fehlte mir oft die Spannung. Der Countdown war viel zu kurz bemessen, um Spannung aufkommen lassen zu können.

Insgesamt hat mir etwas in diesem Buch gefehlt. Ab einem gewissen Punkt fehlte der Drang, immer weiter lesen zu müssen. Es war zwar interessant, aber nicht besonders spannend. Dadurch hat sich das Buch ziemlich gezogen Außerdem fehlten mir die Emotionen. Am Anfang hatte ich diesen Eindruck noch nicht, aber mit voranschreitender Seitenzahl kam es mir unecht vor, wenn Emotionen aufkamen. Deshalb konnte ich am Ende auch nicht mehr mit den Charakteren mitfühlen.

Mit zunehmender Seitenzahl verlor das Buch leider an Spannung und am Reiz, weiterzulesenEin Buch, das man gut lesen kann, aber kein Muss ist.

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