Mittwoch, 26. November 2014

The Boy who knocked - Sarah Jordan

Ein gutes Buch für zwischendurch.

Verlag: Selfpublishing
Seitenzahl:
Preis: 8,95 €; 2,99 €
Ausgabe: Taschenbuch, E-Book
Einzelband

Alara hat vor bald einem Jahr ihren Freund verloren, der bei einem Bootsunfall ums Leben kam. Seitdem vergräbt sie sich zuhause und nimmt nicht mehr am Leben teil. Ihr geht es mies und selbst ihre beste Freundin kommt nicht mehr an sie heran. Doch eines Tages klopft ein junger Mann an ihre Tür, der seine verschwundene Katze sucht.
Alara findet ihn sympathisch, aber für sie ist das längst kein Grund ihre Trauer hinten anzustellen. Als Jayden sie dann aus einer misslichen Lage rettet, ist sie ihm allerdings etwas schuldig.
Nur wird es bei einem Treffen ganz bestimmt nicht bleiben, denn ob Alara das anders sieht oder nicht, Jayden hält nichts von Zufällen.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es vermittelt eine gewisse Urlaubsstimmung, wirkt aber auch traurig.
Es gibt einen Prolog und Epilog und 11 sehr lange Kapitel. Außerdem gibt es zwischendrin immer wieder sogenannte Zwischenspiele, in denen es Rückblenden zwischen Alara und Robin, ihrem toten Freund, gibt.
Die Schrift ist extrem groß, sodass die Seiten nur so vorbeifliegen.

Am Anfang kam ich ganz gut in das Buch rein. Der Schreibstil ist flüssig und einfach und unterstützt damit das schnelle Lesen. Trotzdem ist er an manchen Stellen auch sehr poetisch und nachdenklich.

Alara und Jayden nähern sich nach ihrem ersten Treffen sehr schnell an und ich habe ihre kleine Lovestory ganz gerne gelesen. Jayden ist ein süßer Typ und bemüht sich sehr um Alara. Er taucht scheinbar überall auf und ist hilfsbereit. Er war mir schon sehr sympathisch.

Die Geschichte an sich gefiel mir gut. So eine Trauergeschichte an sich ist zwar nichts Neues, aber die Trauer von Alara kam mir echt vor. Sie ist verzweifelt, kapselt sich ab und möchte sich nicht so recht auf etwas Neues einlassen. Trotzdem wurde ich nicht so richtig von der Geschichte berührt und konnte mich auch nicht wirklich fallen lassen.

Leider muss ich sagen, dass einige Szenen meine Freude getrübt haben. Einerseits war da die Szene mit den Tomaten – diejenigen, die das Buch gelesen haben, werden vielleicht verstehen, was ich daran nicht gut fand. Außerdem sind mir beim Lesen Logikfehler aufgefallen. Ich möchte nicht zu viel verraten, deshalb nur abstrakt: Wenn jemand einen Unfall hat und der Krankenwagen gerufen wird, kann ich nicht verstehen, dass jemand den Patienten in sein eigenes Auto verfrachtet, den Sanitäter fragt, ob er den Patienten zum Krankenhaus fahren kann, und der Sanitäter da auch noch zustimmt, während der Patient offensichtlich starke Schmerzen hat. Und im Krankenhaus bekommt er dann nicht mal ein Schmerzmittel.

Auch gab es eine Stelle, an der etwas besprochen wurde, und in der nächsten Szene war das alles vergessen und es wurde erneut besprochen.

Das hat beim Lesen schon sehr gestört und minderte meine Freude.

Bei einigen Szenen hätte ich mir zudem gewünscht, dass sie ausgeweitet worden wäre. Einiges kam mir einfach zu kurz. Dadurch vergeht die Geschichte sehr schnell und fliegt nur so an einem vorbei.

Auch gab es ein paar wenige Rechtschreibfehler, über die ich aber hinwegsehen kann.


Für mich war das Buch sehr durchwachsen und es gab kaum Stellen, die ich vollends genießen konnte. Die Geschichte ist ganz nett, mehr aber auch nicht und wird mir wohl nicht lange im Gedächtnis bleiben.

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