Freitag, 31. Januar 2014

Pan-Trilogie Band 1: Das geheime Vermächtnis des Pan - Sandra Regnier

Ein etwas wackeliger Einstieg in eine Trilogie

Daten:
Verlag: Impress
Seitenzahl: 379
Preis: 3,99€/9,99€/8,99€
Ausgabe: eBook/Trilogie als eBook in einem/Taschenbuch
Erster Teil einer Trilogie

Inhalt:
Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist achtzehn, trägt immer noch eine Zahnspange, hat keinen Sinn für schicke Klamotten und scheint niemals genügend Schlaf zu bekommen. Leander FitzMor hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl mit Abstand bestaussehendste Typ Londons. Um keinen coolen Spruch verlegen und zu allem Überfluss auch noch intelligent – denkt Felicity, die Gott sei Dank nicht auf arrogante Frauenschwärme steht. Auch wenn diesen Leander immer jener seltsam anziehende Duft nach Heu und Moos umgibt und er sie manchmal anschaut, als könne er ihre Gedanken lesen. Aber das Schlimmste an dem Ganzen ist, dass er einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will …

Aufbau:
Auf dem Cover sieht man eine Elfe von hinten mit grünen Flügeln. Sie scheint über einem Gewässer dahinzuschweben, in Richtung einer entfernten Stadt.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge.
Das Buch ist in zwei Teile geteilt, wobei jeder Part mit einem kurzen Kapitel aus der Sicht von Leander, kurz Lee, beginnt. Den Rest der Geschichte erzählt Felicity.

Handlung:
Die Geschichte klang sehr interessant, obwohl sie wieder das typische Schema enthält: Der männliche Teil sieht super gut aus und ist perfekt. Der weibliche Part ist das hässliche Entlein, das sich zum Schwan entwickeln kann.
Trotzdem hat mich die Geschichte interessiert, weil ich wissen wollte, wie ein übergewichtiges, nicht gerade gutaussehendes Mädchen und eine Elfenwelt zusammen passen sollen.
Leider sind die ersten Seiten sehr normal und es wird nur Lees Eingewöhnung in die neue Schule beschrieben und wie er alle um sich herum verzaubert. Und die ganze Zeit rätselt Felicity, was Lee von ihr will und was er für ein Geheimnis hat. Blöd nur, dass der Leser nicht mitfiebern kann, denn er erfährt schon im Prolog, was Lee von Felicity möchte. Und der Klappentext verrät, um welche Wesen es geht und was für ein Geheimnis Lee hat.
Im zweiten Teil des Buches wird es dann spannender. Es geschieht etwas Interessantes und Lee hat noch das ein oder andere Geheimnis, das auch der Leser noch mitentdecken kann.
Mitten im Buch hat das Mädchen, das als hässlich und stinkend bezeichnet wird, plötzlich drei Dates mit drei verschiedenen Jungen. Das fand ich doch etwas unglaubwürdig. Klar sagt jeder, dass er nicht oberflächlich ist. Aber dieses Mädchen wurde vorher nie beachtet und plötzlich soll es der Traum von drei Jungen sein? Natürlich hat sie sich derzeit schon verändert. Trotzdem fand ich das etwas übertrieben. Später klärt sich, woher der dritte Junge so plötzlich kam und es macht auch Sinn, aber trotzdem fand ich es unnötig.
Das Ende hingegen fand ich gut, denn es wurden einige Fragen geklärt, andere blieben noch offen. Und ich bin gespannt, was der zweite Band bringt, denn das Ende vom ersten Teil lässt einen doch sehr unschlüssig und mit vielen unbeantworteten Fragen zurück.

Charaktere:
Felicity wird von ihren Mitschülern City, die Stadt, genannt, weil sie oftmals stinkend und ungepflegt in die Schule kommt. Das findet seinen Grund darin, dass sie ihrer Mutter öfter mal im Pub aushilft. Außerdem ist sie übergewichtig, trägt eine Zahnspange und ihre Haare sitzen auch nie richtig. Ich wusste am Anfang nicht so recht, was ich von ihr halten soll. Aber mit der Zeit entwickelt sie sich und sie wurde mir etwas sympathischer.
Lee wird von Felicity als perfekt geschrieben und das ist er die meiste Zeit auch. Er betört jeden um sich herum mit seinem außergewöhnlichen Charme – selbst die, die normalerweise die Unfreundlichkeit in Person sind. Das fand ich an einigen Stellen doch zu dick aufgetragen. Natürlich ist Lee anders, aber ich finde, er hätte doch ein paar Fehler haben können, um ihn sympathischer zu machen. So wirkt er auf mich fast wie eine Statue.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach, aber schön zu lesen, sodass man leicht durch das Buch kommt. Es wird in der Ich-Perspektive aus Felicitys Sicht geschildert, sodass man ihre Gefühle und Gedanken leicht nachvollziehen kann.

Fazit:
Das geheime Vermächtnis des Pan ist der erste Teil zu einer Trilogie. Ich war leider nicht ganz so begeistert, weil mir doch das ein oder andere vorweggenommen wurde vom Klappentext. Allerdings werde ich auch die anderen beiden Teile lesen, denn das Ende des ersten Bandes gefiel mir doch ganz gut und ließ Hoffnung aufkeimen, dass es im zweiten Teil so weiter geht.

Bewertung: 3 Sterne

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