Donnerstag, 9. Januar 2014

Breathe Gefangen unter Glas - Sarah Crossan

Eine Welt ohne Sauerstoff.
 
Daten:
Verlag: dtv
Seitenzahl: 431
Preis: 16,95
Ausgabe: Hardcover
Originaltitel: Breathe
Erster Teil einer Dilogie

Inhalt:
Eine Welt ohne Sauerstoff. Alles scheint tot. Unter einer Glaskuppel gibt es nur wenige Überlebende:
Alina hat sich schon vor langem den Rebellen angeschlossen, die gegen die Allmacht von „Breathe“ kämpfen, und wurde nie gefasst. Bis jetzt…
Quinn will als Sohn eines ranghöhen „Breathe“-Direktors eigentlich nur einen harmlosen Ausflug ins Ödland machen. Bis er auf Alina trifft…
Bea, Tochter eines Bürgers zweiter Klasse, wollte den Trip raus aus der Kuppel nutzen, um Quinn endlich für sich zu gewinnen. Doch dann taucht Alina auf…

Aufbau:
Das Cover ist farblich aufgeteilt. Links ist ein Junge auf gelbem Hintergrund, rechts ein Mädchen auf blauem Hintergrund abgebildet. Ansonsten ist das Buch eher in Blau gehalten – wenn man den Schutzumschlag abnimmt, ist es blau, und auch das Lesebändchen hat eine blaue Farbe.
Das Buch ist in fünf Abschnitte unterteilt und wird von drei verschiedenen Personen erzählt, was an den Überschriften der einzelnen Kapitel deutlich wird.
Es gibt kurze und mittellange Kapitel.

Handlung:
Die Idee ist ja mal wirklich genial. Und dabei so einfach. Die Erklärung, warum es keinen Sauerstoff mehr gibt, fand ich so logisch, dass mir das Buch ab diesem Zeitpunkt immer besser gefiel. Anfangs dachte ich mir: Warum leben sie in einer Kuppel? Warum sollte es irgendwann keinen Sauerstoff mehr geben? Warum gibt es in der Kuppel Sauerstoff? Und die Erklärung fand ich sehr gut, auch wenn sie vielleicht nicht komplett realistisch ist.
Am Anfang gab es noch wenig Spannung, weil natürlich erst einmal das Leben in der Kuppel erklärt werden muss. Aber als die drei dann aus der Kuppel gelangen und sich in die sauerstofflose Einöde wagen, wird es immer besser.

Charaktere:
Alina gefiel mir sehr. Sie ist eine Kämpfernatur und hält zu ihren Freunden. Zumindest kristallisiert sich das im Laufe des Buches immer weiter hinaus. Sie hat bereits in ihrem jungen Leben viele Verluste erlitten, was sie aber nur stärker gemacht hat.
Bea fand ich echt toll. Sie ist ein ganz normales Mädchen, ein Familienmensch, in Quinn verliebt und hat Ziele, die sie zu erreichen versucht. Sie scheitert, steht wieder auf, kämpft weiter. Sie hat sich im Laufe des Buches sehr entwickelt. Von einer süßen, nichtsahnenden Maus zu einem selbstbewussten Mädchen, das weiß, was Verlust bedeutet, und nicht aufgibt.
Quinn mochte ich leider nicht so gerne. Er war mir zu weich, nicht männlich genug und er stand zu sehr unter dem Einfluss seines Vaters, den er nicht unbedingt ausnutzte, aber auch nicht verleugnete. Zum Ende hin gefiel er mir besser. Allerdings fand ich ihn in seinen Passagen nicht so gut, während er in Beas Passage sehr cool rüber kommt. Natürlich, schließlich ist sie auch in ihn verliebt.

Schreibstil:
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Quinn, Alina und Bea in der ersten Person geschrieben.
Quinns Teil gefiel mir dabei, wie gesagt, am wenigsten; Beas am besten, aber auch aus Alinas Sicht hat die Geschichte Stil.
Der Schreibstil ist ansonsten sehr einfach zu lesen.

Fazit:
Breathe Gefangen unter Glas ist ein sehr gelungener Auftakt zu einer Dilogie und ich freue mich schon auf den nächsten Teil und Abschluss. In diesem Band gab es einige Schwächen, trotzdem hat mir das Buch sehr gefallen und ich kann es nur weiter empfehlen.

 Bewertung: 4 Sterne

Kommentare:

  1. Quinn muss nich männlich sein, er ist ein Junge :P Bei Bea scheiden sich die Geister - manche finden sie gut, andere schlecht... Hier ist meine Meinung: http://evyswunderkiste.blogspot.de/2014/05/breathe-von-sarah-crossan.html

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    1. Ich fand nur, dass Alina tougher war als Quinn und das hat mich daran gestört. :D Da werde ich auf jeden Fall gleich mal vorbeischauen. :)

      Liebe Grüße,
      Marina

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    2. Dass Alina stärker ist, fand ich sehr gut. Sie ist das kleine taffe Mädchen, das stärker sein will, als sie ist. Anfangs macht sie nur bei den Rebellen mit, weil man es macht, erst später begreift sie, was von ihr erwartet wird. Das mag ich. Sie ist ne typische,starke Frauenfigur; genauso wie Qinn der Mann ist, der noch einer werden muss. Und Bea als Kontrast ist notwendig - sie ist das mädchenhafte Mädchen. Sie transportiert die Lovestory und ein bisschen Kritik xD

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    3. :D So kann man es auch sehen. ^^

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