Samstag, 16. November 2013

Die Stadt der verschwundenen Kinder - Caragh O'Brien

Eine Welt, in der wohl keiner leben möchte.

Daten:
Verlag: Heyne
Seitenzahl:462
Preis: 16,99 €
Ausgabe: Hardcover
Originaltitel: Birthmarked
Erster Teil einer Trilogie

 Inhalt:
Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an den Mauern der Stadt abgegeben werden. So lautet das uralte, unbarmherzige Gesetz. Doch was verbirgt sich dahinter? Für die junge Gaia gibt es nur einen Weg, das herauszufinden: Sie begibt sich heimlich in die verbotene Stadt…

 Aufbau:
Das Cover ist in Blau gehalten und zeigt zwei identische Gesichter, die einander zugewandt sind. Ich finde das Cover ansprechend, aber es ist nichts Besonderes. Im vorderen Teil des Buches gibt es eine Karte der verbotenen Stadt und ein Inhaltsverzeichnis.
Die Kapitel sind länger, allerdings stört das bei der sehr großen Schrift wenig.

 Handlung:
Ich habe dieses Buch nie wirklich im Blick gehabt. Allerdings habe ich es vor einiger Zeit als Mängelexemplar im Buchladen gefunden und es kurzerhand mitgenommen.
Ich habe von dieser Geschichte etwas ganz anderes erwartet als es letztendlich war.
Das könnte auch daran liegen, dass der Klappentext ein wenig von dem Inhalt des Buches abweicht. Es gibt einen anderen Grund, dass Gaia in die verbotene Stadt möchte, den ich hier allerdings noch nicht erwähnen möchte.
Gaia ist Hebamme und leider konnte ich mich mit der Erzählung über die Geburten nicht anfreunden. Es war teilweise sehr genau beschrieben und so detailliert muss ich das nicht erfahren. Es reicht mir, dass Gaia bei einer Geburt hilft oder selbst die pflichttragende Hebamme ist. Wie das vonstattengeht, interessiert mich als Laien nicht wirklich und hat mich auch abgeschreckt.
Ansonsten habe ich mehr Spannung erwartet. Gaia befindet sich später immer in einer Position, in der sie nicht viel ausrichten kann und die auch nicht besonders spannend ist für den Leser. Leider zieht sich das über einen langen Zeitraum des Buches.
 
Charaktere:
Gaia wirkt am Anfang sehr naiv. Sie ist überzeugt vom System und denkt, es wäre ein Geschenk, als Neugeborenes abgegeben zu werden, weil sie reichlich Nahrung und Kleidung haben. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, wie sich bald herausstellt. Ich konnte mich mit Gaia nicht recht anfreunden. Ich weiß nicht recht, woran das lag, aber vielleicht wusste ich einfach nur zu wenig über sie oder habe mich von der Geschichte nicht richtig fesseln lassen können.
Ansonsten sind die Personen mir nicht richtig im Gedächtnis geblieben. Klar gibt es den ein oder anderen interessanten Charakter, aber ich konnte mir die Namen schwer merken. Und während Gaia im Verlauf der Geschichte immer wieder bestürzt war, welche Personen mit welchen Aktivitäten zu tun haben, habe ich immer nur gedacht: Wer war das noch mal?
Für mich sind die Charaktere leider sehr blass geblieben.

 Schreibstil:
Der Schreibstil ist nichts Besonderes, aber einfach zu lesen. Irgendwann fiel mir die Wiederholung des Wortes „neugierig“ auf, obwohl mir Gaia überhaupt nicht neugierig vorkam.
In diesem Buch wird in der dritten Person aus Gaias Sicht erzählt. Vielleicht bin ich auch deshalb nicht richtig mit Gaia warm geworden.
Der englische Titel passt zudem viel besser zu der Geschichte. Birthmarked gleich Geburtsmal. Dieses spielt in der Geschichte eine große Rolle. Außerdem sind die Kinder auch nicht wirklich verschwunden, aber das wollte ich nur nebenbei erwähnen.

 Fazit:
Die Stadt der verschwundenen Kinder weist für mich leider große Defizite auf. Die farblosen Personen, die detailliert beschriebenen Geburten, die fehlende Spannung. Trotzdem hat mich dieses Buch gen Ende etwas mehr überzeugen können. Ob ich die weiteren Teile lese, ist allerdings mehr als fraglich, denn so richtig fesseln konnte mich dieses Buch nicht.
Schade.

Bewertung: 2 Sterne

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